Die polyvagale Hausapotheke
Shownotes
Wie können wir unser Nervensystem in Zuständen von Angst, Überlastung und Überforderung gezielt stärken und unterstützen. Was kann getan werden um unser autonomes Nervensystem nach stundenlangem Sitzen vor dem Computerbildschirm wieder ins Gleichgewicht zu bringen?
Ich spreche in dieser Folge mit dem Körperpsychotherapeuten und Trauma-Experten Dr. Herbert Grassmann, der zusammen mit seiner Frau Larissa Grassmann das Buch „Die polyvagale Hausapotheke“ geschrieben hat. Hier beschreiben sie einfache Übungen für den Alltagsgebrauch, die wir als Soforthilfe in akuten Notfällen und bei gespanntem Nervensystem einsetzen können, um uns in einen Zustand vegetativen Gleichgewichts zurückzubringen.
Falls Ihr über die weiteren Global Empathy-Folgen und kommende Veranstaltungen im ZePP informiert werden wollt, tragt Euch bitte auf [www.zeppbremen.de] für den Newsletter ein.
Website von ZePP: [www.zeppbremen.de]
Transkript anzeigen
00:00:04: Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Global Empathy.
00:00:09: Mein Name ist Thomas Harms und als Psychologe und Körperpsychotherapeut widme ich mich den Kindern und Eltern der Zukunft sowie die Frage, was wir tun können um in unserer Welt menschliche Beziehungs-, Liebes- und Demokratiefähigkeit zu erhalten und vom Beginn an zu fördern.
00:00:27: In diesem Podcast spreche ich mit Menschen
00:00:29: aus Forschung
00:00:29: und Praxis, die sich in ihren Berufen und Projekten für einen emotionalen Klimawandel in unserer Welt einsetzen.
00:00:58: was in Zuständen von Sicherheit, Stress und Verbundenheit in unserem Nervensystem passiert.
00:01:03: Er arbeitet im wissenschaftlichen Umfeld der Polyvagaltheorie nach Stephen Porches und verbindet neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit der körperpsychotherapeutischen Praxis.
00:01:15: Er ist zudem Leiter der Wissenschaftsgruppe der Europäischen Assoziation für Körperpsychotherapie.
00:01:22: Gemeinsam mit seiner Frau Larissa Grasmann hat er ein Buch geschrieben, das die Polyvagale Hausapotheke heißt und genau darüber möchte ich heute mit ihm sprechen.
00:01:32: Darin zeigen die beiden wie sich Erkenntnisse der Polyvagaltheorie nicht nur im Feld der Psychotherapie sondern auch ganz praktisch im Alltag nutzen lassen zum Beispiel in Zuständen von Stress, von Angst, von Überforderung Schlafproblem oder dem Gefühl dauerhaft unter Druck und Anspannung zu stehen.
00:01:51: Ja, genau über das möchte ich mit ihm heute sprechen.
00:01:53: Ich freue mich, dass Sie da sind Herr Klassmann.
00:01:55: Herzlich willkommen!
00:01:56: Herzlichen Dank für die Einladung.
00:01:58: Ich freu mich auch sehr.
00:02:00: Ich möchte eine Korrektur vornehmen.
00:02:03: Ich war Leiter der Wissenschaftsgruppe innerhalb der ERBP und habe das sozusagen des letztes Jahr gemacht.
00:02:10: Und dann gibt es aber so diese Idee, dass man nach spätestens zwölf Jahren doch den Platz räumen sollte.
00:02:18: und das habe Aber ich war mit Leidenschaft dort und habe da auch sehr viel Erkenntnisse gewonnen, also gerade über die Körperpsychotherapie.
00:02:31: Über die Forschungsansätze, über die Möglichkeiten und unter anderem eben auch auf das Thema wenn wir heute kommen Steven Portes kennen gelernt und ihn so ein bisschen begleiten können
00:02:44: Ja, und das ist ja genau eben wie Sie schon sagen unser Thema.
00:02:47: Also eine Art Spezifikation.
00:02:49: jetzt nochmal der Polyvagal Theorie.
00:02:51: letztmal haben wir mit Antonia Pfeiffer im Rahmen dieser Global Empathie Reihe schon über die Grundlagen gesprochen.
00:02:57: Jetzt geht es heute wenn man so will eine erste Anwendungsebene Wie man das auch im Alltag so nutzen kann.
00:03:03: Und genau dazu geht ja auch darum geht dreht sich ihr Buch und Das was sie damit ihre frau jetzt entwickelt haben.
00:03:11: meine Frage Und da würde ich gerne mal starten.
00:03:14: Was waren eigentlich die Motivation, dieses Buch so zusammen zu tragen?
00:03:19: Ja und warum?
00:03:20: war es vielleicht auch in Anliegen das aus dem rein therapeutischen Kontext ein bisschen rauszunehmen und in der Wirksamkeit für den Alltag eben auch darzulegen?
00:03:31: Das ist glaube ich die zentrale Frage auch und auch die Antwort eigentlich drin.
00:03:36: wir wollten einen Buch schreiben Das sind nicht nur für Fachpublikum geeignet, sondern ich sage mal für jeden eigentlich etwas dabei haben sollte.
00:03:45: Also das heißt wir haben auch versucht die Prodivogalerie so einfach wie möglich darzustellen und zu beschreiben und haben uns aber hauptsächlich dann doch um unser Nervensystem gekümmert und unsere Übungen, die wir seit Jahren entwickelt haben, versucht haben dort einzubeziehen drauf gekommen.
00:04:06: Also ich finde erst mal diesen Namen recht, recht geil.
00:04:12: Das beschreibt was wir in diesem Buch darstellen möchten.
00:04:17: Möglichst einfache Anwendungen die man auch relativ schnell nutzen kann.
00:04:22: Manche dauern etwas länger, manche brauchen mehr Zeit lang aber es gibt doch so kurze Interventionen wo bei ganz bestimmten Symptomatiken auch Antworten gefunden haben.
00:04:36: Auch aus der Praxis heraus, wo wir gesagt haben das wäre eine ganz gute Anwendung, auch hinsichtlich der Prodivogaltheorie.
00:04:45: und darauf gekommen bin ich eigentlich über das andere Buch dass sich mit Steven Portles geschrieben habe, wo Methoden und ihre Beziehung zur Prodübergaltheorie beschäftigt haben.
00:05:02: Also wir haben da über vierzig Autoren gewinnen können für das Buch, und das ist letztes Jahr herausgekommen.
00:05:09: Ich weiß nicht ob Sie es kennen?
00:05:11: Das wird übrigens nächstes Jahr in Deutsch erscheinen worüber ich mich sehr freue im Jungvarmann Verlag.
00:05:18: die bringen das raus ein bisschen abgeschmelderte Version weil es doch ein sehr dickes Buch ist.
00:05:25: Also kurz um.
00:05:27: seit etwa zweitausend beschäftige ich mich ganz zentral über verschiedene Ansätze innerhalb der Körpertherapie und was sie eigentlich für unsere Idee, der Prodivagaltheorie wie Sie dort nutzbar zu machen sind.
00:05:46: Das sind ganze unterschiedliche Methoden und daraus ist dann so diese Idee gewonnen.
00:05:52: Wir könnten doch auch für den deutschen Markt so eine Anwendung beschreiben, wie man die Polyvagaterie auch, ich sage mal recht hautnah kennenlernen kann.
00:06:03: Also letztendlich soll es wirklich ein anwendungsorientiertes Buch sein?
00:06:09: Der Leser soll das Buch aufschlagen und sagen Mensch damit kann ich was anfangen oder ich kann diese Übung nutzen.
00:06:16: Ich verstehe sie.
00:06:19: Wir haben zu diesen Übungen auch Videos gemacht, die man dann über YouTube bekommen kann.
00:06:24: Also wo man da nochmal gucken kann wie ist denn genau die Abfolge der Übung?
00:06:30: Also recht anwenderfreundlich würde ich sagen und das... also die Rückmeldungen sind jetzt im Dezember erschienen.
00:06:37: Die Rückmeltungen sind eigentlich durchaus positiv von allen Seiten.
00:06:41: Das bestärkt uns eigentlich so in dieser Idee.
00:06:44: Ja und so habe ich es auch empfunden, als ich mir das Buch angeschaut habe.
00:06:48: Es ist ja versucht sehr sehr prägnant auf den Boden zu bringen wie sozusagen Menschen damit diesen Anleitungen, Übungen auch bestimmte innere Zustände vielleicht auch bearbeiten und begleiten können.
00:07:01: Und ich finde es ist ihnen auch echt gut gelungen.
00:07:04: Das kommt auch gut rüber weil das sehr prägnant ist und im Prinzip auch entschlagt und dadurch auch für den Hausgebrauch vielleicht auch einsetzbar ist und die Videos- und Begleitmaterialien, die helfen da auch sehr.
00:07:17: Vielleicht nochmal zu dem Begriff der Polyvagaltheorie, weil ich nicht davon ausgehen kann dass alle Hörerinnen und Hörern die jetzt damit vertraut sind.
00:07:27: Was Polyvagaltheorie eigentlich ist, das ist ja ein sehr komplexer Name und der jetzt nicht selbsterklärend ist.
00:07:33: Da haben wir uns nochmal ganz kurz darüber sprechen.
00:07:37: was ist Polyvagatheorie?
00:07:39: Sie ist im Wesentlichen ein Konzept über das autonome Nervensystem, ein bestimmtes Verständnis davor, ein neues Konzept.
00:07:50: Was ist aus dieser Perspektive eigentlich so eine Art vegetatives Ungleichgewicht?
00:07:55: und was versteht man eigentlich unter der Polyvagaltheorie, wenn Menschen im Prinzip auf diese Ebene außer Balance geraten?
00:08:04: Kann ein bisschen erläutern.
00:08:06: Weil das ja dann der Ausgangspunkt für die Anwendung auch der Übung.
00:08:10: Ja ich möchte eigentlich auch hier so eine eher praktische Erklärung oder Beschreibung geben Weil wenn wir so von Theorie reden, dann meinen wir auf die Theorien, die mehr oder weniger über längere Zeit sich auch in der Praxis bewährt haben und eine gewisse Evidenz aufzeigen.
00:08:31: Diese Prodivogaterie hat meiner Meinung nach von Anfang an sehr unterschiedliche Entwicklungen genommen.
00:08:39: also Man muss, glaube ich, das so im Beziehung sehen wie die Prodivagaltheorie entstanden ist und es war.
00:08:49: Antonia Pfeiffer hat es schon mal an einem klinischen Beispiel erklärt.
00:08:53: Ich möchte es mal auf eine andere Perspektive bringen.
00:08:56: durch diese lange Freundschaft in Beziehungen durch Peter Levine ist, glaube Ausgehend von Somatic Experiencing, also dieser Idee wie man ein Nervensystem betrachten und begleiten kann ausgehend sozusagen von diesem Gedankenmodellfinger an sich.
00:09:22: da mehr und mehr darüber auseinanderzusetzen.
00:09:24: Und dann hat er den Adtronic kennengelernt, der film mit diesem Still Face Experimenten arbeitet und so kam ein Puzzleteil nach dem anderen.
00:09:35: später kann auch Pet Octane zu und dieser Hakomi Ansatz.
00:09:39: also wenn man diese einfach mal diese verschiedenen Bedingungen sieht, dann wird schon klar wie dieser Rahmen gesteckt wurde für dieses Modell der Prodivagatürie.
00:09:55: Und vielleicht können wir noch mal ein bisschen explizit nochmal eingehen.
00:09:58: Was ist denn das jetzt eigentlich genau?
00:10:00: Wenn Sie jetzt hier sehen, man den Zuhörern die vielleicht jetzt interessiert sind an dem was heißt es eigentlich ganz konkret in unserem Verständnis für die verschiedenen inneren regulatorischen Zustände haben und für das Verständes von ja vielleicht auch vom Problem lagen, die dann vielleicht im Alltag auftauchen.
00:10:20: Also es beschreibt zunächst einfach wie Sie richtigerweise sagen, verschiedene Zustände in unserem autonome Nervensystem.
00:10:28: Und wenn man dieses vereinfachte Modell zur Grunde legt und sagt unser autonomes Nerven System besteht aus den Sympathikotonen und den parasympathischen Teilen dann sind das so lange Zeit Gegenspieler gewesen.
00:10:43: entweder war der eine dominant oder der andere dominant.
00:10:46: und innerhalb dieses Gefüge gab es dann sozusagen die Regulation.
00:10:52: Steven Portles hat diesen parasympathischen Teil nochmal differenzierter betrachtet und eben auch festgestellt, dass es da sehr unterschiedliche Ebenen gibt die regulatorisch auf den Sympathikus einwirken.
00:11:10: Also je nachdem wo wir uns in dem Nervensystem gerade befinden.
00:11:15: das kann einmal dieser ventrale was sehr stark über die Beziehung, über das Soziale reguliert wird.
00:11:26: Und es kann aber auch der Daußade-Teil sein, der eher in diesem wisteralen Raum stattfindet und dort reguliert werden.
00:11:36: Also um das zu mal einfach darzustellen.
00:11:38: Das heißt bei der Begegnung des Sympathikotone Zustand haben wir nun eine neue Idee, wenn man so will.
00:11:47: Nämlich nicht nur dass es da diesen Parasympathikus gibt der uns dann in die Entspannung und in die Regulation bringt sondern es gibt offensichtlich noch andere Mechanismen, die uns helfen mit unseren Sympathikatonen Energien und Verhaltensweisen umzugeben.
00:12:06: So das ist diese Idee des Nervensystems.
00:12:11: Und daraus kann man natürlich ableiten verschiedene Verhaltensweisen oder Ebenen, oder auch das Betrachten hinsichtlich verschiedener Emotionen und sagen wie wenn man jetzt zum Beispiel Trauigkeit hernimmt oder Depressionen hernimmend, könnte man das auch durch dieses System beschreiben?
00:12:32: Inwieweit wäre es möglich?
00:12:34: Also da fällt man an so Anleihen in die Verhaltensebene oder die emotionale Ebene zu machen.
00:12:40: Aber es ist nach wie vor meiner Meinung nach ein bottom-up Erklärungsmodell, also das geht sehr stark um biologische, physiologische Ebene und die regulierenden Kräfte innerhalb unseres autonome Nervensystems.
00:12:56: Genau!
00:12:56: Darüber können wir vielleicht nachher nochmal sprechen mit Bad Tim ab und wie die Wechselseitigkeit da ist.
00:13:01: aber das ist vielleicht noch mal eine Sonderdebatte.
00:13:03: Aber vielleicht bleiben wir nochmal bei dem.
00:13:05: stressauslösende Momenten.
00:13:06: also wenn man das sympathisch nervensystem ja auch versteht als eben der dominante Teil unseres Nervensystems der für Gefahr, Stress, Aktivierung im Allgemeinen zuständig ist.
00:13:18: Und man schaut sich die Literatur an dann wird ja immer von so ganz substanziellen existenziellen Gefahren Situationen gesprochen.
00:13:24: also Ja der Sebelzahntiger der vor einem steht und er wird immer wieder wiederholt und zitiert.
00:13:32: Aber Fakt ist ja, dass diese akuten Gefahren auslösen Momente wie zum Beispiel Naturkatastrosen oder Gewalt natürlich passieren und auch weiterhin massenhaft passieren.
00:13:45: Aber der vielleicht viel größere Raum sind ja eigentlich die Belastung unseres modernen Lebens, also Zeitdruck, digitale Overload.
00:13:54: Die ganze Informationsflut, die wir zu verarbeiten haben und das fand ich eigentlich super in dem Buch, dass jetzt so entwickelt haben, dass sie eigentlich die Wirkung gerade dieser neuen Medien und unseres Medienkonsums auf dieses autonome geschehen, unseres Nervensystems etwas genauer beschrieben haben.
00:14:12: Geben Sie es nochmal ein und was macht das eigentlich mit unserer Aktivierung unserem autonome Nervenystem?
00:14:19: Wenn wir gerade mit diesen modernen Mitteln so unterwegs...
00:14:23: Es macht es zunächst schwieriger.
00:14:25: also ich denke wenn wir uns nur innerhalb dieses Traumamodells bewegen dann Ich sag mal, ist es nicht einfacher?
00:14:35: Aber zumindest können wir diese Dinge vielleicht besser beschreiben.
00:14:38: Das was wir in dem Buch versucht haben ist dieser andere Ebene die uns eigentlich fast noch viel mehr betreffen muss weil sie uns tagtäglich umgibt.
00:14:48: Wir nennen das den chronisch variablen Stress also ein Stress der sozusagen nicht permanent konstant auf uns wirkt sondern auch ganz unterschiedlichen Ebenen mit ganz unterschiedliche Intensitäten.
00:15:02: Also wir beschreiben letztendlich unseren modernen Alltag, unser digitale Welt.
00:15:06: Wir leben inzwischen in so einem Bewusstsein wo wir ständig gefordert werden uns mit neuen Nachrichten oder neuen Inhalten auseinanderzusetzen und das macht es nicht einfacher.
00:15:20: Das heißt wir leben und der Begriff kommt an die von Gabriel Mathé, der so in seinem Buch das auch schön beschrieben hat in einem Zeitalter, wo wir mehr und mehr orientierungslos werden dadurch.
00:15:36: Wir sind sozusagen gefangen fast wie in so einem Hamsterrad von den verschiedenen Bedingungen, in denen wir leben und eine negative Nachricht nach der anderen empfangen und wir versuchen irgendwie damit umzugehen, um das mal plakativ auszudrücken.
00:15:53: Und jetzt ist ja die Frage... Muss das so sein, sind wir diesen Dingen ausgesetzt oder gibt es nicht Möglichkeiten?
00:16:02: A. Darauf mal bewusst zu machen dass sowas existiert.
00:16:07: also das war uns wichtig dazu beschreiben in was für ein Kontext unter was die Bedingungen entsteht und b. Was wären da die Antworten?
00:16:16: Gibt es da Antworten darauf?
00:16:18: wie auch dort lernen unser Verhalten vielleicht ein bisschen zu verändern oder zu steuern?
00:16:25: Ich denke ja so selber, wenn ich mal zwei Stunden am Computer sitze und nicht intensiv Post beantworte oder mich sehr eintauche in irgendwelche Zusammenhänge.
00:16:35: Und bin dann in dieser digitalen Welt auch drin und sitzt im Bildschirm selbst bei Besta Gewahrsamkeit verliere ich dann doch mehr und mehr nach zwei Stunden so den Kontakt zu meinem Körper.
00:16:49: Und da setzen sie jetzt ja auch an und sagen, das ist ja auch ein Teil der Rückwirkung Gerade wenn wir jetzt mal an die Augen denken und ich beschreibe da diesen Tunnelblick, der so nach und nach entsteht.
00:17:04: Also genau diese parasympathische Weite geht ja ein bisschen verloren und wie verengelt immer mehr.
00:17:11: Geben Sie uns doch mal ein Beispiel?
00:17:12: Was würden Sie denn da vorschlagen um aus dieser Nummer rauszukommen?
00:17:16: Also bleiben wir bei dem Beispiel.
00:17:18: Wir sind da zwei Stunden von dem Computer und beantworten eine E-Mail nach der anderen oder... oder haben andere Dinge vor dem Computer zu tun.
00:17:27: Und was passiert eigentlich ist, dass wir so, wie Sie die richtigerweise sagen, unmerklich den Kontakt zu uns verlieren und das ist nicht ein bewusster Prozess sondern es ist etwas, was wir oft erst im Nachhinein merken.
00:17:41: Ich merk's bei meiner Frau wenn wir arbeiten viel zusammen, wenn ich sie dann am Computer sehe und sage Geht es dir noch gut oder willst du nicht mal eine Pause machen?
00:17:51: Dann erlebe ich sie so total gefangen, wie Sie sagen mit diesem Tunnelblick in dieser Beziehung zu diesem digitalen Medium.
00:18:03: Und es ist gar nicht so einfach jemandem da rauszuruhen weil wir uns daran gewöhnen können.
00:18:09: also wir bauen sozusagen eine Beziehungen dazu auf die unterschiedlichen Ebenen wirkt und das macht es nicht einfacher.
00:18:19: Aber wenn wir dieses Bewusstsein haben und merken, dass es uns nicht gut tut oder dadurch auch so ein Stück orientierungslos in der weiteren Folge ja auch schutzlos werden dann ist es wichtig mal einzugreifen.
00:18:35: und eine Möglichkeit wäre, weil sie das mit den Augen beschrieben haben.
00:18:39: Wir haben jede Menge Übungen für unser visuelles System, weil wir müssen uns klarmachen dass unsere Augen nicht nur einfach sehen etwas sondern die arbeiten sozusagen permanent mit unserem Nervensystem, die kooperieren permanent.
00:18:55: also all das was wir aufnehmen an Informationen was wir sehen wird zwangsläufig verarbeitet nicht nur irgendwie alle Beziehungsdynamiken, die wir so mitkriegen.
00:19:10: Die werden auch über unsere Augen verarbeitet und wir haben uns eine Zeit lang mal beschäftigt.
00:19:17: also im Zuge des Buches haben wir so unterschiedlich recherchiert und unter anderem haben wir uns beschäftigt mit der Neuroathletik.
00:19:26: Und die Neuroathletik geht manchmal sehr regide, ohne den therapeutischen Anspruch.
00:19:33: Sondern in der Neuro-Athletik geht es eher darum, die eigene Leistung zu optimieren.
00:19:39: Also gedacht für Sportler, die dann irgendwelche Übungen machen auch Augenübungen und dadurch sozusagen lernen den Unsicherheiten oder Gefahren anders zu begegnen.
00:19:53: Das sieht man manchmal auch heute, wenn man so Skifahren beobachtet.
00:19:56: Da oben sitzt dann jemand bevor er losfährt und macht da so komische Augen gegangen.
00:20:01: Und das hat den Sinn die Augen ein Stück raus aus diesem Muster zu holen und die Augen wieder zu befähigen Teil unserer Wahrnehmung zu werden.
00:20:14: und was ich damit mein ist Teil sozusagen unseres sensorischen Systems.
00:20:19: Jetzt komme ich zu einem zu einer Hypothese in unserem Buch, dass ich glaube erst wenn wir mit unseren Sinnen auf eine Art und Weise arbeiten das diese Sinne nicht nur einzeln sondern wieder als Orchester sage ich mal arbeiten miteinander.
00:20:37: Erst dann haben wir ein Fundament um auch mit Stress auch mit chronisch variablen Stress uns selbst mit Traumasymptomen anders umzugehen.
00:20:50: Und es gibt inzwischen in der Literatur, denke ich auch viele Forschungsberichte, die das so immer mehr belegen.
00:20:59: Dass letztendlich Traumasyntome oder Stresssyntome immer auch ein Angriff unserer Sinne sind.
00:21:05: Also sie machen etwas und nicht nur jetzt sondern bei manchen kann man das bis in die Kindheit verfolgen.
00:21:13: da gibt es im Partys eine Forschungsgruppe die ADIS-Kinder längere Zeit untersucht und festgestellt, wie stark unser sensorisches System unterentwickelt wurde in manchen Feldern.
00:21:29: Gerade wenn wir das westtubuläre System der gleichgewichtes System sehen dann ist es in den meisten Fällen unterentwickelt.
00:21:36: so Was heißt es?
00:21:38: Was heißt das, wenn unser Gleichgewichtssystem unterentwickelt ist.
00:21:42: Das heißt wir können all diese Informationen auch diese Stressinformationen weit weniger bearbeiten.
00:21:49: also wir sind quasi dem Stress ausgeliefert ohne wirklich eine gute resiliente Antwort zu finden.
00:22:03: Werbung Ja, ich möchte euch hinweisen auf eine Veranstaltung wo ihr euer Wissen über die Grundlagen der Polyvagaltheorie nochmal explizit vertiefen könnt.
00:22:14: Das ist eine Veranstalung mit Antonia Pfeiffer, die ja beim letzten Podcast mit uns über die grundlagen der polyvagal Theorie gesprochen hat.
00:22:23: Sie wird am achten September Bei uns in unserer ZEP-Akademie über Pro und Kontra Polyvagal Theorie sprechen, setzt sich sehr intensiv mit der Kritik der Polyvagaltheorie auseinandergesetzt.
00:22:36: Und sie wird dort aus ihrer wissenschaftlichen Position die verschiedenen Einwände und Gegenargumente, die aktuell diskutiert werden nochmal durchgehen und auch fair von Ihrer Seite bewerten und schauen.
00:22:51: was ist dran an dieser Kritik?
00:22:54: ihr müsst die ganze Theorie eventuell umgestellt werden, wie ist die Kritiker meinen?
00:22:59: Also wer Lust hat auf diese ja auch sehr fundamentalen Diskussionen und der Öhrterung rund um die Polyvagaltheorie, der sei herzlich eingeladen.
00:23:10: Am achten September von achtzehn Uhr dreißig bis einundzwanzig hundreißig findet dieser online Workshop statt und kann gebucht werden über zebbrim.de.
00:23:21: Werbungende.
00:23:26: wenn wir das jetzt nochmal so ... auf das Thema jetzt dieser, des digitalen Umgangs mit überhaupt dem Medium-Umgang so beziehen und sagen den jetzt die Augen da ins Spiel.
00:23:38: um es ganz konkret zu machen.
00:23:39: Wir schreiben ja also Übungen wo wir die Augen wieder weit machen, wo wir den Blick aus der Enge sozusagen auf einen fernen Punkt lenken... Wo wir würde ich jetzt sagen zum Beispiel in den Raum hineinschweifen oder ein Umfließen von Gegenständen machen.
00:23:56: Wie weit wirkt jetzt so eine ganz konkrete kleine Übung eigentlich zurück auf das autonome Nervensystem?
00:24:04: Und wie weit macht, bringt mich das dann wiederum in einer anderen Verfassung und ein anderes Verhalten.
00:24:08: Vielleicht noch mal kurz... weil es sind ja so Kurzinterventionen die dann ganz gezielt versuchen das autone Nerven System wieder neu zu kalibrieren wenn man so sieht.
00:24:18: Ja vielleicht
00:24:19: müssen wir das nochmal ganz kurz deutlich machen.
00:24:21: Genau.
00:24:22: Also eine schöne Übung, die wir fast automatisch auch machen wenn wir daran denken ist dass wir, wenn wir so zwei Stunden vor dem Bildschirm hocken das wir vielleicht mal den Blick heben und uns im Raum orientieren und das wäre die erste Intervention.
00:24:39: Guckt doch einfach mal so durch den Raum und interessiert dich dafür was ist denn alles in deinem Raum?
00:24:46: Und da gibt es eine schöne vorschlagen, such dir einfach mal so sechs bis acht Dinge in dem Raum und beschreibe sie mal.
00:24:54: Also nicht nur dass die da vorhanden sind sondern auch mit der Richtung wo genau ist das?
00:25:01: Wie weit weg ist es als wir fangen an diesen Raum um uns herum wieder zu entdecken?
00:25:06: dadurch Und jetzt machen wir mit offenen Auch mal mit geschlossenen Augen, weil es wichtig ist dass wir lernen das auch zu repräsentieren.
00:25:16: Also nicht nur zu sehen sondern durch unseren sensorischen Prozess wenn man so will in unserem Kurzzeit die Glechtnisse abrufen zu können.
00:25:24: und das machen wir indem wir es mit geschlossenen Augen wiederholen.
00:25:27: also wenn ich die Augen schließe und sage wo ist jetzt mein die Tür dann zeige ich genau da hinten hin und dann überdehne ich mir wie weit ist sie weg?
00:25:36: Die dürfte so anderthalb Meter weg sein.
00:25:39: So, ich kann doch mal hinkucken und das stimmt.
00:25:42: Und ich habe das meine Zeit lang geübt so jeden Tag und ich hab gemerkt der Effekt davon ist obwohl sie so einfach ist dass wir anfangen uns wieder anders im Raum zu orientieren.
00:25:54: Wir nehmen diese Dinge wie da anders war.
00:25:56: Schwupp!
00:25:57: Das ist schon die erste Unterbrechung aus diesem digitalen Tunnel und auch aus dieser Stresssituation mit den Bildschirmen So, das geht dann noch weiter.
00:26:07: Also wir müssen dann anfangen uns auch mit internen Prozessen beschäftigen also mit unserer Interrezeption.
00:26:15: aber das wäre sozusagen erst mal eine auch wenn man so will eine mentale kognitive Übung die sehr eingängig und sehr leicht nachvorziehen ist.
00:26:24: Okay, ist ja die Geschichte.
00:26:29: Wir machen das in so einem akuten Stresszustand.
00:26:32: Ich bin ein bisschen eingenehbeln, ich spüre meinen Körper nicht mehr so gut.
00:26:37: Jetzt gerade wird es unangenehm und wir sind alles ein bisschen lastig.
00:26:40: Und jetzt mache ich eine Übung.
00:26:44: Wie schnell kann man davon ausgehen dass diese Wirkungen auch einsetzen?
00:26:50: Also wenn man die Erfahrungen sozusagen in ihrer Praxis, auch in der Selbstanwendung... sind die Übungswirkungen direkt, unmittelbar spürbar für den User oder muss man... Ist das eigentlich eine Praxis?
00:27:04: Und das ist nämlich der Punkt meiner Frage.
00:27:06: Klassische Achtsamkeitszugänge sind ja immer eine Art von Übungspraxis und die Verheißung der polyvagalen Hausapotheke ist jetzt ein bisschen akut Wirkung.
00:27:20: Das ist aber gerade beschreiben.
00:27:21: es sind diese typischen Haltungen, die wir einnehmen.
00:27:26: Ja oft sehr eingeübt und sehr erlernt haben wir so eine biografische Vorgeschichte.
00:27:33: Die Frage ist also inwieweit ist dies von Ihnen benannte embodiment polyvagal embodiment training eigentlich anders als klassische achtsamkeitstraining?
00:27:41: Wo
00:27:41: ist es vielleicht auch identisch gerade wie sie es beschrieben haben durch aus in die in die Nähe.
00:27:49: Also es hat sicherlich eine Parallel, ich habe mich selber viel mit Achtsamkeitstechnik beschäftigt.
00:27:54: Allein durch die Hakomi-Ausbildung wo wir so stundenlang gelernt haben, ich sage mal achtsam den Körper zu führen.
00:28:05: Wenn das mal in einem drin ist dann ist es ein schöner Begleiter.
00:28:10: aber wir können nicht davon ausgehen dass jeder von uns macht und praktisch die Zeit hat, sich da jetzt meditativ solchen Dingen zu beschäftigen.
00:28:20: So oft erleben wir genau das Gegenteil dass wir hektisch sind, dass wir suchen sind, also allein die Frage, die ich oft auch den Klienten stelle ist überlegt doch mal wie oft am Tag suchst du etwas?
00:28:40: Einfach mal so für einen Moment.
00:28:42: Wie oft suchst du deinen Schlüssel, wie oft sucht du deine Tasche?
00:28:45: Wie oft zuchst du das Buch.
00:28:46: Wie oft Suchst du die Kleidung und... Und es gibt sehr unterschiedliche Antworten.
00:28:51: aber die Leute, die gestresst sind oder in diesem chronisch überhaltenen Stress sind, die kommen oft mit einer ganz langen Latte von Beispielen wo sie sagen ja ich suche dass sich so jenes und das zeigt mir Achtsamkeitsprozess immer um dieses Phänomen der Orientierung geht.
00:29:12: Also achtsam ist nicht losgelöst, so nach dem Motto ich Guck mal, was jetzt kommt.
00:29:17: Sondern wenn wir über Stress reden dann hat es eine Dynamik, dann hat das eine Richtung.
00:29:22: Es geht um die Orientierung und es hat Peter Levin damals schon betont dass in diesem Orientierungsreflex etwas ganz Wichtiges ist.
00:29:31: Wenn man das nicht herstellt Dann wissen uns auch gar nicht zu wehren und zu schützen.
00:29:35: Also einfach diese Dynamik dem Hintergrund spielt Die ist so wichtig.
00:29:40: Wie können wir das unseren Klienten beibringen?
00:29:45: aus dieser Richtung kommen?
00:29:47: Naja, wir gucken nach Aha-Erlebnissen.
00:29:49: Das ist so das eine.
00:29:50: Ich frage immer und wenn du das machst, ist da jetzt was anderes?
00:29:54: oder wenn ich merke dass da ein AHA Erlebnis auftaucht dann versuche ich es zu verstärken und zu destillen und das ist ja interessant.
00:30:03: Vielleicht ist es gut, das mal öfters machen.
00:30:06: Und der zweite ist physiologisch.
00:30:08: dadurch, dass sich über dreißig Jahre Rolfing praktiziere, kenne ich mich mit der Physologie des Körpers.
00:30:15: Also mit der Muskulatur und den Zusammenhängen glaube ich ganz gut aus.
00:30:21: man kann allein an der Beweglichkeit des Nackens was ja auch ein neuere physiologischer Ort ist hier hinten kann man feststellen An der Beweglichkeit kann man feststellen, wie frei oder wie gebunden jemand gerade in seinem Nervensystem ist.
00:30:39: So das ist eine Erkenntnis auf der Praxis wenn wir so will.
00:30:42: Genau und das ist ja auch im Buch beschrieben dass sie dort das Nackensystem und die nacken Diagnostik einsetzen um rauszulegen.
00:30:53: Aha wird es sozusagen weicher das System?
00:30:55: Wird es sozusagen harmonisierter Gewichtigkeit kommt es dort an, die Balance des Autonomen der Nervensystems wieder ein.
00:31:06: Da sagen sie jetzt okay das können wir an der allgemeinen Nackenbeweglichkeit wie ein bisschen ablesen.
00:31:13: und auch dem so ein Beispiel wie würde das sein?
00:31:19: Ja noch kurz hinweisen warum das so wichtig ist.
00:31:23: Der eine oder andere kennt auch andere Körpertherapie-Methoden, wo gerade dieser Nacken besonders wichtig ist.
00:31:31: Also ich habe zum Beispiel in der Rolfing Ausbildung gelernt dass den Nackern eigentlich so der letzte Teil ist, der so in unserem Körper integriert wird.
00:31:39: Wenn wir alles sozusagen schön aufbauen und der Schwerkraft entsprechen dann es ist der Nackt meistens derjenige die größte Baustelle, die auch uns wartet weil das offensichtlich physiologisch am schwierigsten.
00:31:53: oder Alexander-Technik, so hat eigentlich auch betont dass erst ein freier Nacken wirklich uns hilft.
00:32:01: Auch diese musikalische Leistung oder was auch immer zu vollziehen.
00:32:06: also im ganz zentraler wichtiger Bereich Wie schaut es aus?
00:32:10: Na ja das eine ist, dass wir eine vorher nachher Diagnostik machen.
00:32:14: Also wir gucken erstmal Lassen den Nackem bewegen vorher und sagen okay wie ist das?
00:32:21: die meisten sagen ja normal, wo nach soll ich gucken oder so.
00:32:26: Schau einfach mal wie weit du gucken kannst ohne dass deine Brustwirbe jetzt viel bewegen muss.
00:32:31: also wie freigängig ist es?
00:32:33: nur das und dann machen wir diese Übung wie zwischendurch gerade beschrieben und danach kommt dieses Aha-Erlebnis lasse sich diese Übungen nochmal machen und in der Regel, ich sage nicht immer aber dass wir merken oder die Klienten merken, ja es gibt viel freier.
00:32:51: Ich weiß nicht warum aber irgendwie fühlt sich das Freie an.
00:32:54: So dieses Freie, das möchte ich erstmal sozusagen unterstützen.
00:33:00: Also ich suche so nach Dingen, nach physiologischen Dingen, die sich freier fühlen wo eine Unterstützung auftaucht, die sicher anfühlt Dinge, die funktionieren.
00:33:14: da liegt zu meinen Fokus
00:33:15: Das ist ja eine abkörpermarker.
00:33:18: Man könnte sagen,
00:33:19: objektivierte
00:33:20: Körpermarker und dann gibt es aber auch eben diese subjektiven Marker.
00:33:25: das ist genau so wie sie sagen wir gehen mit den Patienten auch mal ins innere erleben das ist ja die zweite Ebene also ein objektiverbare Nackenbeweglichkeit einerseits aber dann auch nach der Übung fühlt sich jetzt echt anders an wärmer weiter in der Brust wie auch immer.
00:33:41: Ja,
00:33:44: jetzt kommt das zweite was wichtig ist.
00:33:48: Was so mein Augenmerk brauche ich?
00:33:51: Ich frage mich immer wie weit ist die Interessition meiner Klienten ausgebildet?
00:33:57: Also wo stehen sie da?
00:33:58: Sind die da ganz am Anfang?
00:34:00: Woran erkenne ich das?
00:34:01: Und dann sage können Sie mal in Ihrem Körper spüren geht es oder was bemerken Sie in Ihm Körper?
00:34:08: und wenn jemand anfängt und sagt ja ich merke da ganz viele Farben.
00:34:16: Das scheint eher so Vorstellungsbilder zu sein, aber es kommt nicht sehr aus dieser Empfindungsebene.
00:34:23: Die Interrezeption zur Schule empfinde ich zum Wahnsinn nicht wichtig und deswegen die Körperwahrnehmung.
00:34:32: Untersuchungen auch an den Kollegen Garfield in England, die festgestellt hat je genauer wir in dieser Interrezeption werden können.
00:34:43: Am Beispiel Herzschlag umso größer ist der Therapie Erfolg am Beispiel von Depressionen.
00:34:49: also das ist glaube ich ziemlich bewiesen und dass Führt mich immer wieder zu dieser Idee, wie kann ich diese Interrezeption meiner klienten Schulen verfeinern?
00:35:03: Genauer herstellen.
00:35:04: Deswegen machen wir auch diese Pulsübung zum Beispiel, die ist auch beschrieben in der Buch.
00:35:09: oder wir arbeiten viel mit der Herzfrequenz Variabilität also all diese Dinge wo wir mehr und mehr genaure Informationen bekommen.
00:35:18: Also nicht nur das wir Informationen bekommen, sondern möglichst auch präzise genauer weil... Und jetzt kommt der Grund?
00:35:24: Weil jetzt unser Bodyguard für uns... Wir sagen anstatt Neuerrezeption, dass ist unser innerer Bodyguard.
00:35:30: Weil jetzt unsere innere Bodyguard mit diesen präzzisen Informationen etwas anfangen kann.
00:35:35: Das verändert unser Sicherheitssystem.
00:35:39: Also Neurezeption ist nicht einfach nur eine unbewusste Angelegenheit für mich, die sozusagen automatisiert läuft.
00:35:45: Nein wir können sie trainieren mithilfe von solchen Übungen.
00:35:49: also es gibt quasi einen autonomen Hintergrundprozess und es gibt eine zweite Option, eine zweite Schleife, die mit den neuen Hirnsystemen verbunden ist wo wir dann ganz bewussten Auswertung machen können.
00:36:02: Jetzt beschreiben Sie diesen Prozess ja gerade, und wie komplex der eigentlich ist.
00:36:06: Und wir haben auch gleichzeitig die Polyvagal Hausapotheke, die ja an den Hausgebrauchs eine Anwendung sein soll für den normalen User im alltäglichen Leben dieser Art von Selbstcheck und Test.
00:36:23: wo bin ich jetzt gerade damit gelandet?
00:36:25: Wie ist in Ihrer Erfahrung, klappt das für die meisten?
00:36:27: Kriegen Sie das hin?
00:36:28: und weil das was wir jetzt gerade beschreiben mit Wechsel zwischen Übungen Interozeption gleichzeitig Körper-Test.
00:36:34: Ist es schon eine relativ hohe Leistung, die Leute dort auch bringen müssen wenn ich mir die Übung dabei angucke.
00:36:40: Die sind ja manche Eintracht aber durchaus manchmal sehr komplex.
00:36:44: Ja sonst ja auch.
00:36:46: Wir sehen es durchspoutlich also sportlich heißt wir wollen immer gucken dass wir so ne vielfalt reinbringen.
00:36:56: Also möglichst eine einfache Anwendung, aber dann auch so die Aussicht auf Steigerungsmöglichkeiten weil unsere Physologie möchte lernen also es möchte sozusagen braucht diese Information um da drin sich auch zu entwickeln.
00:37:11: und ich finde gar nicht so anspruchsvoll.
00:37:17: Im Gegenteil, ich habe auf den Einlogtikenten kommen genau deswegen zu mir.
00:37:22: Weil sie sagen... Ich hab jetzt genug darüber geredet und ich mag auch nicht mehr meinen Traum erreden oder eigentlich überhaupt nicht mehr reden sondern ich habe das Gefühl, ich möchte was für mein Körper oder mit meinem Körper tun weil der beschäftigt mich gerade am meisten also damit komme ich nicht zurecht.
00:37:37: Also es geht letztendlich darum um eine neue Beziehungsgestaltung zu dem Körper Und da erlebe ich die Klienten eigentlich sehr offen, sehr wissbekierig und sehr lernfreudig.
00:37:55: Also ja, es funktionierte.
00:37:58: Also im Kontext von therapeutischer Arbeit macht das für mich kompletten Sinn.
00:38:03: meine Frage ging mir wie ist es mit Leuten die das jetzt Buch nehmen?
00:38:07: Da haben sie ganz viele Übungen zusammengetragen und die legen damit los.
00:38:13: Geht es dort auch, wenn man diese therapeutische Begleitung nicht hat?
00:38:16: Ja.
00:38:19: Und das würde mich mal interessieren wie Ihre Rückmeldung Erfahrungen da sind.
00:38:23: Kriegen die das oder wenden Sie sich dann nach einer Weile wo sie merken jetzt wird's doch komplexer.
00:38:28: Jetzt gehe ich jetzt quasi noch einmal zuerst und dann gucken wir das an.
00:38:33: Das ist vollkommen klar dass es keine eine einzuneins Therapie ersetzt.
00:38:39: also ich denke da ein ganz wichtiger Prozess Prozesse, wo wir einen Therapeuten brauchen über den längeren Zeitraum.
00:38:46: Gerade weil Entwicklungstraum hat halt die in der Lage sind uns dazu begleiten und zu erhalten.
00:38:52: zweifelsohne das ist nach wie vor wichtig.
00:38:56: aber es gibt da drüber hinaus Und jetzt kommen wieder zum Anfang In unserem modernen Gesellschaft so viele Stresssyntome Wo wir glauben dass relativ schnell beantworten können.
00:39:07: Da brauchen wir nicht zwei Jahre lang in Therapie gehen, um etwas zu analysieren sondern wir brauchen jetzt eine Antwort und da haben wir geguckt was für Antworten könnte es sein?
00:39:21: Wir haben ja parallel dieses Pudivagal-Embodiment Training entwickelt, machen das seit drei Jahren mit unterschiedlichen Gruppen und Anwendungsmöglichkeiten.
00:39:37: dass wir am Anfang, glaube ich, damit wir dieses Verständnis bekommen schon sowas wie jemand brauchen der uns da so ein bisschen führt oder reinführt.
00:39:51: Aber ich sage es mal andersherum Es scheint aber auch zu funktionieren für Menschen die von ganz woanders her kommen.
00:40:03: also das sind die Rückmeldungen Zum Beispiel der Mutter meiner Frau, die jetzt bei Skottnichts mit Therapie im Boot hat.
00:40:13: Die hat sich das über Weihnachten gekauftes Buch und fing an zu lesen.
00:40:17: Und dann hat sie angerufen nach den Weihnachtsbeitagen gesagt ich bin da auf die und die Übungen gestoßen und die hat mir wirklich geholfen.
00:40:26: also da war gar nicht mal die Frage wie geht es sondern die Rückmeldung waren dass hat mir jetzt geholft und so ist es gedacht.
00:40:33: Also, das sagen wir auch am Anfang.
00:40:35: Dass es sein kann dass die eine oder andere Übung vielleicht gerade zu schwer ist oder unverständlich ist dann nehmt bitte eine Übung Die erst mal einfach für euch ist wo er sagt okay Das klingt irgendwie nachvollziehbar Dann fang damit an Ja Aber Es gibt auch Übungen die etwas komplexer Art sind weil sie eben auch unser sensorisches System Schulen im Hintergrund Und da denke ich, wäre ganz gut so etwas wie eine Anleitung zu
00:41:07: haben.
00:41:08: Ja, ich denke ja an diese Übungen in dem Kontext zwischen Atmung und Herz, also die Herz-Korrenzübungen und die Puls-Teste, die da beschrieben sind.
00:41:20: Da wäre so eine Frage.
00:41:22: Vielleicht können Sie dann nochmal darauf eingehen?
00:41:23: Was machen sie eigentlich genau um vielleicht ... Neurozeption, diesem Bodyguard umzustimmen.
00:41:29: Also das fand ich jetzt nochmal ganz interessant diesen komplex wie sie den da im Rahmen dieser Hausopotheke umgesetzt haben.
00:41:42: Lassen Sie mal einen Einblick geben, wie arbeiten Sie mit dem Herzen und der Atmung?
00:41:47: Weil das spielt eine große Rolle irgendwo.
00:41:49: Ich denke auch es spielt eine sehr zentrale Rolle weil wir immer wieder merken bei dieser Atmung relativ schnell und ich sage auch mal einfach unsere Herztätigkeit beeinflussen können.
00:42:03: Das kennt jeder aus der Meditationstechnik, da gibt es noch ein schönes Buch Dr.
00:42:09: Parasympathikus von zwei Ärzten die diesen Zusammenhang nochmal beschreiben.
00:42:13: Letztendlich merken wir dass wir offensichtlich bei jedem Einatmen unseren Sympathikuttonen und bei jedem Aushatmen unser Parasymprethikus betonen können.
00:42:24: So, und damit können wir experimentieren.
00:42:26: Also zum Beispiel wenn wir merken wie sollten mehr so in die Entspannung kommen?
00:42:32: Was ist, wenn wir mehr ausatmen als einatmen was passiert dann?
00:42:37: Das ist eine Kurzinterventionen, die ich auch manchen Klienten gebe.
00:42:41: Da baut sich jetzt etwas auf und wir wissen gar nicht ob wir das jetzt... gerade kontrollieren oder begleiten können, dann wäre das so eine Minierintervention sein.
00:42:50: Okay, nimm dir gerade mal Zeit und atme einfach mehr aus als ein.
00:42:56: Was passiert da?
00:42:57: Also ich brichte die Neugierde dahin und dann merkt jemand relativ schnell, aha es hat sich was getan.
00:43:06: nicht nur dass ich tiefer ein- und außeratmen kann sondern ich merke auch, dass oft wirklich meine Herztätigkeit verringert wurde.
00:43:15: Das ist diese eingebaute Herzschrittmacher, die wir da so ein bisschen rauskitzeln und nutzen.
00:43:23: Das heißt über den Atem kommen wir relativ schnell zu unserer Herztätigkeit und jetzt können wir auch zur dieser Herzratenvariabilität gehen.
00:43:33: Ich habe mich damals auch mit beschäftigt weil ich ein Kind hatte der nach einer Herz-OP zu mir kam Und von mir eben diese Begleitung wollte, weil ganz viele Ängste entstanden sind.
00:43:43: Ob das nochmal auftaucht und wann es auftauchte?
00:43:47: Er hat sich kaum mehr aus dem Haus getraut, weil er gedacht habe, wenn er weiterbegeht dann fällt um.
00:43:50: was ist dann also?
00:43:52: wir waren so ganze am Anfang und er kam mit dieser Idee, dieser Herzraten Variabilität.
00:43:58: Wir haben es dann getestet, der hat sich das besorgt gekauft und wir haben immer wieder eine Übung gemacht.
00:44:05: anhand dieses Messens versucht herauszufinden, was für eine Übung, was wir in der Wirkung auf seine Herztätigkeit hatten.
00:44:15: Und er hat es dann auch selber eine Zeit lang gemacht und ja das hat in dem Fall ganz gut funktioniert.
00:44:23: also das ist ein denke ich einen ganz guter Weg für diejenigen die so in Situationen sich befinden wo sie merken dass ihr Sympathikus außer Kontrolle gerät oder zum Anschlagchen sich bewegt und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.
00:44:45: Dass wir das erstmal mit der Atmung probieren.
00:44:48: Das ist nicht die einzige Methode aber es könnte eine sein, die in dem Moment helfen kann.
00:44:53: Ja, und so habe ich es auch verstanden.
00:44:55: Die Atmung sozusagen als Eintrittsforte um dann diese Harmonisierung und Rhythmisierung des Herzens sozusagen zu stützen was ja die Herzraten Variabilität auch beinhaltet, die dann sozusagen aber auch ein Parameter ist, aber gleichzeitig rückwirkt auf das autonome Nervensystem.
00:45:11: Ja richtig, genau.
00:45:13: Der ist eine
00:45:13: Kette ne?
00:45:14: Atmungen hinter vagale Atmungs wenn man so will die dann das Herz harmonisiert und das Herz wirkt dann Und könnte, so habe ich dich auch verstanden.
00:45:25: Dann auch akut bei Unsicherheitssituationen oder ängstlichen Zuständen die im Alltag auftauchen
00:45:32: und
00:45:32: dann eben auch dort ausgleichen und harmonisieren wirken?
00:45:35: Ja richtig ja.
00:45:36: wenn man mit bestimmten Erinnerungssystemen arbeitet oder kurze Erinnerungen in welche Sachen die antriggern dann kann man sagen okay lass uns doch mal diese Übung ausprobieren Geht doch mal hin zu dieser Erinnerung oder zur der Angst wenn sie da ist Wobei mir immer wichtig ist, wenn ich solche Experimente mache dass wir das so ein Stück kontrollieren können.
00:45:58: Das heißt, dass wir beide so Herr der Lage sind und es auch jederzeit stoppen können zu diesem Prozess.
00:46:06: Das heisst dieses Einüben von unserem autonome Nervensystem ist wichtig auch als Folge dann für unsere Emotionen oder für die Verarbeitung von Angst.
00:46:19: Aber für mich ist die Grundlage, erstmal diese physiologische Grundlage herzustellen zu sagen wir müssen das jetzt mal einüben ob es überhaupt funktioniert und erst dann können wir mit Emotion arbeiten oder mit der Erinnerung.
00:46:31: Bringe ich mich nochmal zur dieser Frage zurück zur Neurezeption.
00:46:35: also
00:46:36: ihr
00:46:37: gelernt haben aufgrund bestimmter Beziehungserfahrungen eigentlich in so einer ... konsequenten chronischen Gefahrenlage zu sein und das Organismus funktioniert, dauerhaft im Stress- und Sympathikoton nast.
00:46:50: Inwieweit muss der Körper eigentlich... auch lernen, wieder in dieser weicheren öffneren Verfassung zu funktionieren.
00:46:58: Also ich sag mal immer so das Bild des ausgetrockneten Schwammens der dann wenn er erst einmal beim Naturschwammen sich vorstellt, auch keine Feuchtigkeit mehr aufnimmt.
00:47:08: So scheint mir das autonome Nervensystem ja in einer ganz ähnlichen Weise zu funktionierend, wenn ihr immer auf Sympathikoton geeicht ist wie lange braucht es eigentlich um diese Umstimmung zu machen?
00:47:21: lernt dauerhaft wieder sozusagen ein Feeling zu entwickeln, dass dieser andere Raum der ventral-wagische Raum das System ist und auch angenehm.
00:47:32: Ja natürlich entwickeln wir so vorlieben und sagen, das eine ist angenehmen, das möchten wir gern und das andere möchten wir gerne vermeiden.
00:47:41: also das scheint zu einer Natur der Lage sein wobei ich immer mehr wegkomme krass in schwarzen weiß zu sehen sondern Solche somatischen Marker, die wir vorhin mal benannt oder beobachtet haben sind für mich immer auch ein Ausdruck unseres Narvensystems.
00:48:02: Und wenn ich so als Begleiter hergehen kann und ich sage mal das auf einer akzeptierenden Art und Weise will kommen heiß und nicht sagen okay das ist jetzt pathologisch oder das darf jetzt nicht sein und es muss sein sondern bin Wenn ich dafür einen Platz finden kann in unserem System, dann hat es immer den großen Vorteil dass wir damit arbeiten können.
00:48:26: Also das ist so die Voraussetzung.
00:48:29: also weg gehen von diesem schwarz-weiß und hin zu sagen der taucht etwas auf was vielleicht unangenehm ist aber es hat wahrscheinlich auch eine Bedeutung oder im Sinn dass es da ist.
00:48:41: lass uns doch mal gucken Wofür das gerade oder wie will damit umgehen können?
00:48:47: Dieses wofür wäre vielleicht schon wieder eine kognitive Betrachtung, sondern eher dieses Wie.
00:48:53: Also wie zeigt sich das und was wir zusammen haben?
00:48:57: Wobei diese Kognitive manchmal wichtig ist weil viele Leute die gerade im chronischen weitermess Stress leben müssen lernen auch sowas wie Abstand zu gewinnen.
00:49:08: also sie müssen lernen Ich sage mal, auf gut Deutsch auch zu kompensieren.
00:49:12: Dass es nichts Schreckliches, nichts Verbotenes ist sondern dass es vollkommen okay ist, mal zu kompinieren oder mal Abstand zu haben oder sagen ich will davon nichts hören oder ich kann mich damit nicht beschäftigen.
00:49:25: also das wir lernen auch unsere eigenen Grenzen dort wieder zu erkennen und wahrzunehmen So, und erst wenn wir das haben.
00:49:34: Und es geht auch mit dem Körper.
00:49:36: so viele haben vielleicht deswegen auch Schwierigkeiten sich mit dem Körper zu beschäftigen weil sie vermuten aha da taucht wieder etwas Unangenehmes bedrohliches oder was auch immer auf.
00:49:47: dann in solchen Fällen Sich mal nicht mit dem körper zu beschäftigen Dinge zu tun außerhalb von unserem körper als vollkommen okay, aber dennoch sozusagen in Kontakt zu bleiben mit unserem Nervensystem.
00:50:02: Das wäre dann die Aufgabe.
00:50:05: Ja das heißt es ist letztendlich immer so wie wir wissen ja eine koregulatorische Arbeit und eine Begleitung, die sehr stark davon abhängt wie wir, ich nenne jetzt mal diesen Ausdruck, wie wir selber in diesem Permission Space leben also wie weit ein Stück weit offen für diese Erfahrung und für das, was da passiert sind.
00:50:32: Manchmal sind wir es manchmal nicht und auch da ist es wichtig dass wir das anerkennen.
00:50:39: Ja wenn wir jetzt über diesen letzten Punkt sprechen dann sind wir ja schon doch wieder relativ stark in therapeutischen Sektor.
00:50:44: mehr denke ich in der Selbstanwendung dieser polyvagalen Hausapotheke.
00:50:49: Da geht es ja dann doch erstmal bestimmte Beschwerdebilder, die vielleicht im Alltag auftauchen mit bestimmten Übungen sozusagen auszugleichen und vielleicht auch erst mal wieder so in Form mich in Form zu bringen.
00:51:01: Und da stellt sich natürlich tatsächlich auch noch den Ausführung.
00:51:04: jetzt gerade so die Frage.
00:51:06: Jetzt für die Menschen, die das jetzt ausprobieren wollen Gebt ist eine Gefahr dass wir vielleicht auch bestimmte behandlungsbedürftige Zustände verschleppen züge therapeutische medizinisch?
00:51:17: Was empfehlen Sie In der Anwendung der Übungen, zum Beispiel die in ihrem Buch.
00:51:24: Leute jetzt musst du glaube ich mal den Schritt zum Arzt oder zum Südhaber heute machen weil hier ist es keine Ängstlichkeit mehr sondern eine Angststörung.
00:51:32: Oder hier haben wir nicht mit einer Aufregung und einem Arrausel zu tun sondern mit einer PTBS also Posttraumabend Belastungsstörung.
00:51:41: Da war so meine Frage was kriegen wir da?
00:51:45: Was kann man da den Leuten an die Hand geben?
00:51:47: umdrehen?
00:51:49: Also das ist sicherlich ganz wichtig.
00:51:51: Das erwähnen wir auch eingangs, dass es nicht diese manchmal sehr wichtige psychotherapeutische Begleitung ersetzt oder ersetzen kann und richtigerweise ja.
00:52:04: also Es kann natürlich jede Übung auch irgendetwas in uns auslösen was wir in dem Moment vielleicht nicht vorhersehen konnten und vielleicht auch uns überrascht oder in dieser Dimension uns vielleicht auch so ein bisschen bedroht.
00:52:22: Und natürlich wäre es dann wichtig Begleitung dafür zu haben, also therapeutische Begleitungen.
00:52:30: Aber das glaube ich geht uns mit jedem Ratgebersuch, dass wenn wir den lesen, das waren ja das sind interessante Dinge aber da kann er natürlich auch was passieren.
00:52:39: Also davor sind wir.
00:52:41: Ich glaube es ist wichtig für uns gewesen zu sagen, einmal ist die Haltung wichtig mit der wir da dran gehen und dass wir dann nicht naiv sind sondern da auch hingucken was kann auch passieren aber so eine Haltung die durchaus neugierig sein kann.
00:53:04: Und diese Dinge möglichst achtsam sozusagen auch zu betrachten also Schritt-für-Schritt.
00:53:13: Wenn wir diese Achtsamkeit nicht verlieren in dem Moment, dann haben wir immer die Möglichkeit auch zu stoppen oder da auch mal anzuhalten.
00:53:23: Oder uns Hilfe zu suchen.
00:53:26: Das ist das eine und das andere ist ja dass wir viel über das Thema Sicherheit und Bodyguard reden und dass wir von Anfang an Wir wollen unseren inneren Bodyguard entwickeln und stärken.
00:53:49: Das ist aus gutem Grund, dass dieser Bodyguard möglichst viele Tools hat, physiologische, die erst mal nicht gekoppelt sind mit Emotionen oder irgendwelchen... Vergangenheitserfahrung, sondern Dinge in unserem Alltag.
00:54:04: Wir machen zum Beispiel arbeiten wir auch mit Tennisbällen in Gruppen, wo wir anfangen zu jonglieren und rhythmische Fähigkeiten in uns aber auch in Beziehungen zur anderen geht also wo wir so auf Ebenen arbeiten die erst mal gar nichts mit bedrohlichen Vergangenheiten zu tun haben muss.
00:54:29: natürlich kann das überall passieren, nicht ausschließen.
00:54:32: Aber die Erfahrung sagt wenn wir auch dieser physiologischen Ebene bleiben und das so klar formulieren ist diese Gefahr nicht so groß dass jemand dann auf einmal etwas anderes kippt.
00:54:47: Ja und es ist ja sowas in ihrer Arbeit eine ganz starke Betonung des Gegenwärtsmoments ist.
00:54:52: also sie beziehen auf den Körper jetzt und auf der überliche Dynamik und das Erleben des Körpers erdet man ja auch sehr stark die Person und man bringt sie ja quasi dann auch aus diesen ganzen vielleicht historisch gewordenen Reaktionen, die erstmal hier in jetzt Erfahrung rein.
00:55:10: Das finde ich auch total überzeugend dass wir sagen, wir müssen nicht für alle Lehmstellungen im Prinzip immer so einen historischen Ansatz wählen der im Prinzip direkt zur Entwicklungstraumatisierung, Bindungsverletzung und so zurück reicht.
00:55:26: Im
00:55:26: Gegenteil Im Gegenteil, ich glaube, wenn wir unsere neue Biologie unser Gehirn der Ernst nehmen und dann gibt es wirklich viele gute Gründe Zukunftsgewandt zu arbeiten.
00:55:43: Das heißt, wann immer wir die Möglichkeit haben unserem Gehirnt dabei zu befähigen, sich mit der Zukunft zu beschäftigen nicht so sehr mit der Vergangenheit?
00:55:53: Ich merke dass es dazu den Weg gibt.
00:55:55: würde ich diesen wählen.
00:55:59: Ja,
00:55:59: das ist vielleicht eine ganz gute Brücke zum Abschluss unseres Gesprächs.
00:56:06: Da sind wir jetzt so aus diesen Erfahrungen die sie machen auch im Umgang mit der Polyvagaltheorie und in der alltäglichen Nutzung dieses ganzen Modells.
00:56:18: was würden Sie an Kernbotschaften den Hörerinnen und Hörern so mitgegenrollen?
00:56:25: Es lohnt sich, mit dem Autonom-Nervensystem zu beschäftigen.
00:56:29: Es ist etwas zu sehen was ein permanent vierundzwanzig Stunden unterstützt.
00:56:35: Es ist wirklich ein System, das nicht nur über uns wacht sondern uns auch befähigt durch verschiedene Situationen zu gehen.
00:56:43: Und je mehr wir das... Ich vergleiche das mit dem Muskel.
00:56:46: ich war heute Morgen im Fitnessstudio weil ich ja auch gerne Muskeltraining mache.
00:56:50: Ich vergeichte es so mit Muskeltrainig.
00:56:53: Je mehr wir dieses Nervensystem trainieren können wie so ein Muskel umso mehr merken wir den Benefit.
00:57:01: also ummehr stärken entwickeln wir Egal, für was.
00:57:06: Und das ist glaube ich auch eine zentrale Botschaft von dem Buch.
00:57:10: also stärkt euer Nafensystem weil es dann ganz automatisch mehr so in Richtung Sicherheit geht
00:57:18: Ja genau!
00:57:19: Also vielleicht können wir's da eben... vielleicht mal belassen.
00:57:23: Also genau dieses, was sie auch in dem Buch diese Polyvagal House Apotheke heißt es ja Soforthilfe für angespannte Nerven.
00:57:31: Es ist im Karl-Auer Verlag erschienen da kann man das alles nochmal wunderbar nachlesen und ich fand Schön diese sehr fein angeleiteten Übungen.
00:57:43: Das kommt gut rüber, dass es auch wirklich etwas sowohl Therapeuten finde ich Berater als auch Anwender sich glaube ich eine Menge rausnehmen können.
00:57:51: das ist ein großes Lob.
00:57:54: also gefällt mir wirklich sehr gut und kann nicht allen an den Geräten wirklich wärmstens empfehlen da mal reinzuschauen Und vor allem die Lehrvideos helfen auch das so quasi ganz gut ans Start zu bringen.
00:58:06: Ja, in diesem Sinne sage ich mal Danke für das Gespräch.
00:58:10: Das haben wir Freude gemacht und auch noch einmal manches dazu hören dürfen was ich vielleicht jetzt nochmal vertiefen wollte nach einer Lektüre des Buches.
00:58:19: Und ja wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre Arbeit!
00:58:21: Wir werden uns sicherlich auf eine oder andere Konferenz treffen und dann können wir noch weiter schnacken.
00:58:27: aber das war jetzt schön.
00:58:30: Würde mich auch freuen und vielen Dank!
00:58:32: Ich habe dieses Gespräch erzählt Sehr schön erlebt, sehr fruchtbar.
00:58:37: Vielen vielen Dank.
00:58:40: Ja und auch an alle an den gereden es war jetzt unser cluster zum thema polyvagaltheorie.
00:58:46: da haben wir zwei veranstaltungen zwei sendung zu gemacht und ich hoffe das hat euch gefallen.
00:58:50: bitte gibt uns auch rückmeldung in den kommentarfunktion bei spotify.
00:58:55: Das hilft mir das hilft uns im team genauer zu schauen was euch vielleicht weiter interessiert.
00:59:02: gerne diese kommentarfunktion Nutzen und wenn ihr interessiert seid, weitere Folgen zu hören dann schreibt euch bitte ein bei den Followern.
00:59:10: Dann bekommt ihr direkt die neuen Sendung zugeschickt.
00:59:13: in diesem Sinne sage ich erstmal herzlichen Dank fürs Zuhören und bis bald wieder für die nächste Sender.
00:59:19: macht's gut.
Neuer Kommentar