Anfänge der Bindung
Shownotes
In dieser Podcastfolge geht es um das Leben des Babys vor seiner Geburt. Ich spreche dazu mit dem Pränatalpsychologen sowie Körperpsycho- und Kunsttherapeuten Klaus Evertz. Wir unterhalten uns über die Frage, inwieweit pränatale Erfahrungen einen Grundstein legen, wie wir später unsere Gefühle regulieren, wir wir unsere Beziehungen gestalten und wieviel Vertrauen wir in uns und unsere Welt aufbauen können.
Zusammenfassend geht es nach Evertz darum, dass wir schon früh innere Voraussetzungen schaffen, die ein friedliches Zusammenleben von Menschen auf dieser Erde ermöglichen.
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00:00:04: Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Global Empathy.
00:00:09: Mein Name ist Thomas Harms und als Psychologe und Körperpsychotherapeut widme ich mich den Kindern und Eltern der Zukunft sowie die Frage, was wir tun können um in unserer Welt menschliche Beziehungs-,
00:00:21: Liebes-
00:00:21: und Demokratiefähigkeit zu erhalten und vom Beginn an zu fördern.
00:00:27: In diesem Podcast spreche ich mit Menschen
00:00:29: aus Forschung und Praxis,
00:00:30: die sich in ihren Berufen und Projekten für einen emotionalen Klimawandel in unserer Welt
00:00:35: einsetzen.
00:00:55: sowie der Psycho-onkologischen Kunsttherapie.
00:00:58: Und zu guter Letzt ist er Autor und Herausgeber zahlreicher Schriften im Feld der vorgebotlichen Psychologie, unter anderem ist er Mitherausgeber des wunderbaren Handbuches für Prenataleppsychologie.
00:01:11: Ja lieber Herr Ewerts ich freue mich dass Sie heute bei mir sind in diesem Podcast und das wir über diese spannenden Themen sprechen können nämlich vor allen Dingen die Frage was sind die Einflüsse der Schwangerschaft auf dass sich entwickelnde Kind und welche Folgen hat das Ganze für die weitere Entwicklung des Menschen, sein Seelenleben und seine Ausstattung.
00:01:34: Und genau dazu haben Sie ja sehr viel geforscht und gearbeitet in all den letzten Jahrzehnten.
00:01:39: Lassen wir uns doch mal dort anfangen!
00:01:40: Warum ist das Ding so wichtig?
00:01:42: Warum ist dieser frühe Einfluss diese frühen Lebensentwicklung in der Zeit der Schwangerschaft von so großer Bedeutung?
00:01:50: Ja danke Erms.
00:01:53: Die große Bedeutung hängt damit zusammen, dass in den ersten neun Monaten unseres Lebens – also in der Schwangerschaft – eigentlich sämtliche Strukturen und unseres Organismus es auf allen Ebenen geprägt werden.
00:02:13: Und alles was dort geschieht Gut geschieht und sicher geschieht bedeutet auch etwas Gutes und Sicheres für unser gesamtes Spättersleben bis zum Tod.
00:02:27: Gibt es aber zu viele Störungen, zu viel Stress?
00:02:32: Zu viele Einwirkungen vielleicht sogar bis hin zu Traumatisierungen, prä-natalen Traumetisierung?
00:02:39: Dann ergeben sich da schon für die Geburt, aber auch für die Sorgungszeit Kindheit Jugend und das Erwachsensein erhebliche Folgen, in dem Gefühl wie wir der Welt begegnen ob wir uns in der Welt zu Hause fühlen können.
00:02:57: Ob wir das Gefühl haben von Selbstwirksamkeit dasselbe als gestalten und verändern können oder ob wir eher in depressiven Haltungen sind von Angst und Furcht und vielleicht sogar Bitterness.
00:03:16: Und diese frühen Erfahrungen, vor allen Dingen die Prägung der ersten neun Monate prägen eben unser komplettes Nervensystem.
00:03:25: Unsere Gehirnentwicklung und unseren Körper, unsere Körpergefühle und damit auch unser späteres Denken und sämtliche psychobiologische Untersuchungen der letzten Jahrzehnte weltweit belegen das alles sehr gut dass also zum Beispiel erhöhter Stress der Mutter in der Schwangerschaft vom Kind ganz gut bewältigt werden kann, wenn die Mutter nicht noch eine verdeckte Angststörung oder Depression hat.
00:04:05: Also je verletzter die Mutter ist aus ihrer ganzen Biografie heraus umso mehr schlagen Stressereignisse auch komplett auf das Kind, des Nervensystems und die Gehirneentwicklung.
00:04:20: Auf die Organe-Entwicklung, auf den gesamten Organismus, Stresssystem usw.
00:04:27: durch und prägen im Grunde die Muster und die Strukturen, worauf sich dann das spätere Leben dann aufbaut?
00:04:37: Ja was Sie jetzt beschreiben ist ja im Prinzip eine Aussage.
00:04:43: Erstmal sehr im Widerspruch steht, was vielleicht in der Öffentlichkeit gemeinhin so gedacht wird und auch wurde über lange Jahre und Jahrzehnte.
00:04:51: Nämlich dass die Schwangerschaft eigentlich eher das genaue Gegenteil von dem ist, was Sie gerade sagen.
00:04:59: Ort, wo Milch und Honig fließt oder wo man eben so rund ums Sorglos versorgt wird.
00:05:03: Und eigentlich ein paradiesischer Zustand.
00:05:07: Und dort wenn es jemals wieder so gut wäre wie in der Schwangerschaft ungefähr dann wär das doch ein tolles Leben!
00:05:13: Und jetzt was Sie jetzt eigentlich sagen?
00:05:15: Also so sieht das gar nicht aus.
00:05:17: wir haben hier diese ganze Biopsychosoziale Umwelt des Kindes, die von vornherein einen riesengroßen Einfluss hat auf alles was dann kommt und dort auch viele schon festlegt.
00:05:31: Was später an Möglichkeiten mitgebracht werden kann.
00:05:34: Das ist ein komplett anderes Bild.
00:05:36: also wie weit müssen wir eigentlich komplett aufräumen?
00:05:39: Mit diesem Idealbild?
00:05:40: Wie würden Sie es heute sagen?
00:05:41: Ist das absoluter Nonsens oder bleibt noch ein bisschen etwas davon übrig?
00:05:45: Also wie wir ja seit zweihundert Jahren seit Beginn der Aufklärung versuchen unsere Unwündigkeit mehr und mehr zu überwinden, ist auch dieser Aufklärungsaspekt jetzt sehr bedeutsam.
00:05:59: Weil vieles was wir geglaubt haben von Schicksalsmäßigkeit, dass sich ein Leben dann irgendwie so abspult als Schicksal oder als von religiösen Vorstellungen näher noch so Gott gewollt können wir heute eben tatsächlich zurückführen auf reale biopsychosoziale Ereignisse in den Familiensystemen, auch transgenerational und werden dadurch kommen.
00:06:27: Dadurch in die Lage dass wir eben auch eine viel bessere Vorsorge und Profilachse auf einleiten können.
00:06:35: Sie haben recht es gab immer dieses sehr romantische Bild Und das war im Grunde auch immer schon ein Rettungselusion aus den vielen frühen Traumatisierung heraus.
00:06:47: Es gab das wunderbare Bild von Mutter und Kind in der Schwangerschaft wohlbehütet.
00:06:53: Man soll sie in Ruhe lassen, dann wird alles gut.
00:06:58: Und ... Dann fährt man zu IKEA und kauft dich die Einrichtung, dann ist man eine schöne kleine Familie.
00:07:07: Das hat die Frauen aber immer auch schon unter ganz großen Druck gebracht, dass die meisten Frauen das eben auch schon anders empfunden haben und schon bei einem Albtraum während der Schwangerschaft die Angst hatten, oh bei mir ist es anders.
00:07:22: oder was ist denn bei mir los?
00:07:25: Ist jetzt passiert jetzt etwas Schlimmes auch mit dem Kind.
00:07:29: Oder wirkt sich das auf die Geburt aus dass ich einen Albtraum habe und das also Ängste und Befürchtungen der Frauen auch mit diesen allgemeingesellschaftlichen Romantisierungen eigentlich tabuisiert oder unterdrückt wurden und die Frauen dann unter Druck gereden, wenn das nicht alles hundertprozentig klappt.
00:07:51: Bin ich keine gute Mutter?
00:07:53: Und ist etwas bei mir falsch statt dass wir jetzt mit der Prennathalmpsychologie ein großes Kommunikations- und Gesprächsfeld eröffnen können eben auch für die Ängste der Frauen und dass ein Alptraum in Erschwangerschaft überhaupt nicht schlimm sein muss.
00:08:14: Aber es schon gut ist, wenn die Mutter auch darüber sprechen kann, dass sie selbst auch die Angst verliert vor allem, wenn sich Albträume vielleicht wiederholen.
00:08:25: Zum Beispiel gibt's Frauen, die dann Albträume haben über die zukünftige Geburt oder die Albtraume haben, dass ihr Kind behindert ist oder dass irgendetwas Schlimmes passiert.
00:08:39: Wir wissen heute, wie mehr wir diese Ängste eben auch resonieren können und der Frau ein Angebot machen kann von Gesprächen, Beratung und Information.
00:08:52: Umso erleichterter sind die Frauen und können die Dinge einordnen.
00:08:58: Und diese selige Schwangerschaftstrongs gibt es durchaus.
00:09:05: In Phasen erzählen die Frauen ja auch davon, wie gut sie sich teilweise fühlen oder gefühlt haben in der Schwangerschaft.
00:09:13: Zugleich gibt es aber eben die Daten das bis zu fünfzig Prozent der Frauen, die Geburt als schwierig schwer bis zu Katastrophal empfunden haben und dann nicht mehr fähig sind oder bereit sind nochmal ein zweites Mal schwanger zu werden.
00:09:33: Es wurde jetzt auf dem Kongress in Berlin von der deutschen Gesellschaft für psychosomalische Medizin und Psychotherapie sehr gut ausgebreitet.
00:09:43: Und dort wurde auch sehr deutlich gesagt, dass an einem Nese während der Vor- vielleicht sogar vor der Schwangerschaft die im Grunde die Geburtsgeschichte des Familiensystems nicht berücksichtigt der eigenen Mutter, also der Mutter selbst wie ihre Geburtsgeschichte war.
00:10:06: Dass das eigentlich nach heutiger Einschätzung schon Kunstfehler sind.
00:10:12: Also wenn wir nicht mit einer bestimmten Traumersensibilität auch Beratungen und Vorsorge- und Schwangerschaftsbegleitung treiben Begehen ja aus der heutigen was zum heutigen Wissen eigentlich ein Kunstfehle.
00:10:29: Ja sie sind jetzt schon mittendrin auch in der Frage Welche Einflüsse sind es eigentlich, die den betroffenen Frauen, Eltern aber auch dem Kind zusetzen?
00:10:41: Und ab wo beginnt eigentlich so eine Problemlage.
00:10:45: Weil das ist ja immer also die Frage, wo beginn der Stress eigentlich auch ein belastender und toxischer Stress zu werden, der dann auch nachwirkend ist.
00:10:54: Sie sprechen in ihrer Arbeit auch jetzt im neuen Buch Psychologie der Prenatalentwicklung über diesen Begriff der pränatalen Programmierung.
00:11:04: Also und was ist darunter eigentlich zu verstehen?
00:11:07: Weil da geht ja, glaube ich vieles auf von dem, was Sie gerade schon angedeutet haben.
00:11:12: Was heißt das eigentlich?
00:11:13: Ja... Das ist also tatsächlich ein großer Paradigmenwechsel in der Medizin.
00:11:21: Bisher ging man davon aus dass die meisten Erkrankungen den Menschen und der Menschheit im Grunde genetischen Prägungen oder postnatalen Risikofaktoren begründet waren.
00:11:34: Heute können wir sagen, dass fast alle Erkrankungen des Erwachsenenalters schon in der Schwangerschaft disponiert werden.
00:11:42: Also das Störungen in der Schwangerschaft die fundamentalsten und schwierigsten Prägung sind.
00:11:48: Und dass sämtliche Erkankungen des Wachsenalters von Suchterkrankung bis Herzkreislauf Krebserkrankung Diabetes über Gewicht usw.. schon epigenetisch Brennerntal disponiert werden.
00:12:05: Dass also die Verantwortung für uns Ärzte und Therapeuten, die Schwangere begleiten aber eben auch die jungen Paare selbst in ein größeres Verantwortungsgefühl hineinkommen können Aber teilweise auch müssen.
00:12:25: Also das nicht nur romantisch verklären können Und zum Beispiel, wenn man mit Paaren arbeitet auch schon vor der Konzeption eines Kindes.
00:12:40: Eigentlich eine sehr gute Vorsorge leistet.
00:12:43: Weil in jedem Familiensystem gibt es Traumatisierungen und schwierige Bereiche des Lebens.
00:12:50: Es gab Schicksalsschläge, vorzeitige Tode, schwere Erkrankungen was auch immer... ...und alle diese transgenerationalen Belastungen und Traumätisierung sind im Grunde, im genetischen Erbe und im genitischen Ausgangspunkt des neuen Menschen, des neuen Kindes durch die beiden Erbgute der beiden Eltern in einer gewissen Form vorhanden.
00:13:21: Dann geht es darum, inwieweit durch eine relativ gut begleitete Schwangerschaft auch erbliche Belastungen tatsächlich reduziert werden können und multipliziert werden können, während große Problematiken in der Schwangerschaft genau auch dieses traumatische Erbe eines Familiensystems eben eher fördern.
00:13:46: Und die entscheidenden Gene dann auch eher angeschaltet oder gestärkt werden.
00:13:53: Während sie diese Gene sozusagen in ihrer Wirkung auch reduziert durch eine gute biopsychosoziale Vorsorge und Begleitung in der Schwangerschaft.
00:14:07: Also es gibt hier auch ganz große gesundheitspolitische Fragen, man kann grob gesagt sagen die beste Resilienz für das Leben ist eigentlich eine sehr gute Liebesbeziehung der Eltern und ein bestimmtes Bewusstsein über die Schwierigkeiten und Traumatisierungen im eigenen Familiensystem.
00:14:37: Also je bewusster ein junges Paar sozusagen auch sich ist, dass sie mit einem neuen Lebewesen, mit einem modernen Menschen, mit ihrem Kind etwas auch mitgeben von den Talenten ihrer Familiensysteme aber eben auch vom Trauma da zu ihrer Familiengeschichte.
00:15:02: Also um je bewusster und mehr Reflektion nicht in einer Panikmache und Dramatisierung, sondern tatsächlich im vernünftigen Bestandaufnahmen.
00:15:15: Um so weniger sind eigentlich schädliche Auswirkungen zu befürchten.
00:15:20: also wir haben ja sehr viele Zahlen darüber dass wenn man nur die schwangeren Frauen schon während der Schwangerschaft zum Beispiel durch die Bindungsanalyse begleitet dass sich schon dadurch Schwangerschaftskomplikation und Geburtskomplikations signifikant um mehr als die Hälfte reduzieren.
00:15:42: Weil, die untergründigen Spannungen, die Ängste all das was eben nicht bewusst ist, nicht ausgebrochen wird vielleicht auch noch nie ausgesprochen wurde im Familiensystem
00:15:55: usw.,
00:15:56: das ist aber auf der cellulären epigenetischen Ebene alles wirksam Und kann wirksam werden, auch im schädlichen Sinne.
00:16:06: Im pathologischen Sinne und das wissen wir eben heute.
00:16:12: und wie gesagt es geht nicht um Angstmache sondern es geht um eine bewusstere und größere Verantwortungsübernahme.
00:16:21: Ja also dieses Bild was ihr da zeichnen macht die Sache eher sehr groß.
00:16:27: man könnte ja sagen ist eine unheimliche Verantwortung in dieser frühen Zeit.
00:16:32: Versuche mich jetzt gerade mal rein zu versetzen in eine junge Mutter, einen jungen Vater.
00:16:37: Die ja heute oft auch mit sehr viel Bewusstheit in die ganze Sache reingehen.
00:16:41: Woher weist denn jetzt eigentlich die Mutter und natürlich der begleitende Vater?
00:16:47: Das bin ich in mir eine Verfassung, in meiner Schwangerschaft bin ich hinreichend okay!
00:16:52: Also man weiß nicht eigentlich als Mutter im Hintergrund... Jetzt muss ich mir eigentlich im Moment noch keine Sorgen machen.
00:17:00: Ich habe heute einen schlechten Tag, bin gebelastet und vielleicht ein Ereignis auch in meinem Beruf.
00:17:06: Da muss ich meine Frau stehen, ich hab Aufregung und Stress die ganze Woche.
00:17:11: Wo ist es zu viel?
00:17:12: Und wo beginnt dieser Stress in eine Erpatogene oder toxische Qualität sich zu verwandeln?
00:17:19: Das ist ja eine Orientierungsfrage für die Prävention von fundamentale Bedeutung.
00:17:26: Gibt es da eigentlich heute schon Hinweise?
00:17:29: Eins haben Sie gerade genannt, dass Aussprechen anerkennen.
00:17:32: Bewusste erleben ist sicherlich ein zentraler Faktor.
00:17:36: aber mich interessiert wirklich auch die Frage ab wann müssen Eltern sich eigentlich beginnen Sorgen zu machen oder wo müssten sie sich Hilfe suchen?
00:17:45: ich glaube das eine frage die mir ja auch in der Praxis ganz oft begegnet.
00:17:48: Haben Sie da mittlerweile eine Antwort?
00:17:51: Ja, am besten ist sozusagen schon gar nicht so weit kommen zu lassen.
00:17:55: Sondern von vorher in guten Gesprächen oder Begleitungs- oder Beratungsebenen sich aufzuhalten.
00:18:02: Das wäre halt die mögliche Zukunft und so ein Kipppunkt insgesamt ist das hat die Frau Meistermann Seger, der ist einer der Pionierenden der Prennentale psychologisch in Deutschland schon in siebzehn Jahren gesagt.
00:18:19: Ein Haupt Risikopunkt ist eigentlich, wie ist wirklich die Beziehung und Bindung zwischen Vater, Mutter und Kind.
00:18:30: Und gibt es eine klare Objektbeziehung?
00:18:35: Also je klarer die Mutter sich bewusst ist dass das ein neues Kind ist... ...und nicht ein neues Organ von ihr oder einen Hoffnungsträger für all das was sie in ihrem Leben nicht bekommen hat also eine Projektionsfläche und oder dass sich das alles einfach auch irgendwie nur von selbst vollzieht.
00:18:59: Also ein interruterines Kind braucht in gewisser Weise immer wieder auch eine emotionale Ansprache, einen Kontakt und muss spüren ,dass es gemeint ist.
00:19:13: am besten natürlich auch, dass es gewollt.
00:19:16: Aber selbst Mütter, die in Amivalenzen sind und gar nicht so genau wissen ob das jetzt der richtige Zeitpunkt ist.
00:19:21: Ob sie bereit sind, ob der Mann richtig ist und ob sie überhaupt Mutter werden wollen auch teilweise negative Anerkennungen sozusagen des innern Kindes sind für das Kind weniger gefährlich als Taburisierungen verschweigen unterdrücken Und nicht wissen wollen.
00:19:43: Also ein Kind kann sich sozusagen auch gut ganz gut behaupten, wenn es spüren kann.
00:19:48: Die Mutter ist ... die Mama reagiert unterschiedlich.
00:19:52: Ist mal zugewandert und abgewandt da.
00:19:55: Und mal ist sie sozusagen für das Kind da.
00:19:58: Mal ist sie weit weg.
00:20:00: Das ist alles für das kindguthändelbar.
00:20:02: Wenn zwischendurch aber immer wieder das Kind spürts, ähm, die Mutter denkt an mich oder ähm ... die Mutter ist bei mir Und am besten eben auch noch der Vater, also das Kind spürt da die Anwesenheit des Vaters immer auch.
00:20:22: Ob er nun da ist oder nicht.
00:20:23: aber das innere Bild des Vater während der Schwangerschaft ist für die Mutter ja auch ganz wichtig um eine klare Objektbeziehung zu ihrem Kind überhaupt aufbauen zu können und nicht in einer Symbiose sage ich mal oder zu versinken was für das Kind natürlich letztlich auch nicht so gut ist und die eigene Identitätsfindung und Persönlichkeitsentwicklung später auch schwieriger macht, wenn das Kind nicht schon in der Schwangerschaft eine klare gute Ansprache bekommen hat.
00:21:00: Und wirklich anerkannt worden ist als wirklich völlig neuer Mensch den es so noch nie gegeben hat des Elternpaares, auch wenn sie mehrere Kinder haben ist jedes Kind natürlich neue Mischung und mehr als eine Mischungen natürlich sowieso auch.
00:21:20: Also natürlich letztlich immer auch das große Wunder oder eines der größten Wunder der Menschheit dass wir das können, dass wird es auch bewusst erleben können aber die Gefahren von Nichtkommunikationen, von Unterdrückung, von Stress der sozusagen über das Kind hinweggeht oder wo das Kind nicht eingebunden ist.
00:21:44: Die Mutter kann ja ganz gut sagen, ich bin jetzt fürchterlich gestresst mein Kind.
00:21:49: Du bist aber... Das hat jetzt gar nichts mit dir zu tun!
00:21:51: Ich muss aber die Doktorarbeit zu Ende schreiben oder ich muss das und das machen.
00:21:56: Also verstehe das richtig sozusagen?
00:22:00: Und das muss die Mutter ja gar nicht unbedingt ausbrechen.
00:22:02: Das vermittelt sie in der Regel auch einfach durch ihre Gefühle.
00:22:07: aber dass wir da eigentlich eine freundlichere und offenere Gesprächsbasis gesellschaftlich überhaupt finden, dass Schwangerschaft eben nicht nur ideal sein muss sondern das Schwangershaft auch eine entscheidende und wichtige Lebensphase ist die auch mit Kämpfen verbunden ist.
00:22:31: Und auch mit Anstrengung und auch mit seelischer Arbeit für alle Beteiligten Das wäre eigentlich der Fortschritt, dass wir also aus diesen Vorstellungen einer nur naturhaften sich gut vollziehenen Entwicklung, die es ja dann oft gar nicht gewesen ist in der Vergangenheit auch.
00:22:56: Dass wir aus diesen Klischees und Idealisierungen und Rettungsillusion kann man ja sagen herauskommen zu einer realistischen guten Bindung und Beziehung auf allen Ebenen, wo dann eben auch Angstebene und Konfrontationsthemen gar nicht mehr so sehr greifen können.
00:23:23: Weil gesprochen wird weil sich alle bewusst sind es ist es ist nicht einfach Es ist auch nicht einfach für zwei Menschen Vater Mutter zu werden Und dass wir da ein komplexeres Anspruchsvolleres Bild von uns als Menschen auch haben.
00:23:41: und nicht nur das geht irgendwie alles von selbst.
00:23:46: Ja, das finde ich sehr interessant.
00:23:48: was Sie da sagen vor allem was mir gefällt ist ja eigentlich dieser Prozess der Differenzierung.
00:23:54: also das heißt Ich nehme die Dinge zu mir ich binde sie ein ich bin auch das Kind auch das ungeborene vielleicht noch Nichts sichtbarer in aller Regel zumindest nicht sichtbare kind.
00:24:05: Das bin ich in meiner Überlegung mit ein und sage, das ist meine Trauer und nicht deine Trauer.
00:24:12: Das ist mein Ärger an so einer Art von Mentalisierung und auch ein Stück weit zu mir nehmend dass das eben so ein wichtiger Faktor ist der auch Entlastungen bringt für das sich entwickelnde Kind.
00:24:30: Werbung Ja Hinweisen möchte auf die Veröffentlichung meines neuen Buches verkörperte Bindung, das jetzt am vierundzwanzigsten Sechsen im Küsseverlag erscheinen wird.
00:24:44: Ich werde dort die Grundlagen meines Ansatzes der bindungsorientierten Körperpsychotherapie vorstellen.
00:24:50: Am ersten Juli gibt es hierzu ein Online-Book Release und an diesem Abend werde ich die wesentlichen Ideen und Inhalte dieses Buches vorstellen.
00:25:01: Dazu lade ich euch und sie recht herzlich ein.
00:25:05: Sie können sich dazu anmelden auf unserer Homepage www.zebbrimmen.de Und die Veranstaltung wird kostenfrei sein!
00:25:16: Jetzt haben wir aber auch ja manchmal Themen, da geht das nicht weil da sind unbewusste Dynamiken.
00:25:22: Das heißt die Betroffenen haben eigene Geburtserfahrung, Schwangerschaftserfahrungen aus dem Präverballenraum die sowieso sehr schwer zu versprachlichen sind.
00:25:31: Wir haben eine andere Art von zythromothologischen Themen Verwerfung Gewalterfahrung wie auch immer die aber mir noch nicht zugriffig sind.
00:25:41: was machen wir jetzt damit?
00:25:43: also weiß man was darüber wie dieses verhältnis ist von diesen Verdrängungsdynamiken auf der einen Seite, an dem das Kind ja in gewisser Weise auch weiterhin partizipiert.
00:25:54: Wenn es stimmt was sie sagen weil man ist es ja quasi ist umgeben, schwimmt quasi in dieser Suppe wenn man so will diese ganzen Erfahrungen wird getränkt kann man sagen von all dem.
00:26:06: aber wenn jetzt die begleitenden Eltern und auch speziell die Mutter da gar keinen Zugriff drauf hat dann stellt sich ja immer die Frage was nun?
00:26:14: Und da hatten sie ja auch gerade schon ein bisschen über Optionen gesprochen, wie der Bindungsanalyse.
00:26:18: Vielleicht können wir das nochmal aufgreifen?
00:26:19: Weil es ist dann ganz neu.
00:26:21: anderer Punkt noch mal, der ganz herausfordernd ist.
00:26:25: Genau!
00:26:25: Wenn es uns gelingt dass Schwangerschaft ein großartiges und wunderbares Thema für die Gesellschaft ist was wir aber eben auch immer wieder kritisch reflektieren dürfen Dann gelingt uns auch der Zugriff auf die unbewussten und verdrängten Traumata eines Familiensystems.
00:26:48: Und eben auch eines Vaters oder eines werdenden Vaters, einer werdenden Mutter.
00:26:54: Weil spätestens wenn es dann zur Geburt kommen kann es genau das durchbrechen.
00:27:02: Es gibt ja viele Frauen haben die Schwangerschaft als relativ gut und normal empfunden alle Untersuchungen waren gut und dann stellen sich eine schöne Geburt zu Hause im Geburtshaus oder auch in der Klinik vor.
00:27:17: Und dann wird die Geburt dramatisch, und keiner weiß warum.
00:27:24: Es taucht dann eine Postpartaldepression auf oder eine Posttraumatschbelastungsstörung und wenn diese Frauen aber ein psychotherapeutisches Angebot annehmen, tauchen ja oft die Gründe auf, warum die Geburte dramatisch oder vielleicht sogar gefährlich wurde oder Traumatisch wurde.
00:27:45: Und dann geht es, schwätestens.
00:27:47: dann taucht eben auf dass die Mutter eine Gewerterfahrung in der Kindheit oder Jugend hatte oder das ihre eigene Geburt traumatisch war oder dass die Großmutter bei einer Geburt eines Kindes gestorben ist oder ganz tiefe Themen von großem Schmerz und großen Leid durchbrechen können, wenn man es nicht erwartet.
00:28:18: Und das ist immer die Gefahr des verdrängten und unbewussten dass sich da etwas anstaut und dann bei großen Schwelleneignissen des Lebens spätestens dann sich immer wieder auch zeigen können und man weiß nicht was passiert oder warum es passiert.
00:28:43: Also ein höheres Bewusstsein dafür zu bekommen, dass wir alle nicht glatt durchgekommen sind und jeder von uns da auch etwas zu klären und zu lösen hat ohne das es gleich pathologisiert wird.
00:28:59: Und ohne dass man dann ein schlechter falscher Mensch ist oder so... Da sind wir ja dabei!
00:29:07: Es gibt jetzt geshoppt zwölf oder fünfzehntausend psychotherapeutische Praxen in Deutschland, die gab's vor fünfzig Jahren nicht.
00:29:15: Also viel mehr Menschen sind sich dessen auch bewusst dass es etwas aufzuklären gibt und das Psychotherapie Krankheiten verhindern kann Und eben auch Schwangerschaften und Geburten sicherer machen kann Besonders wenn es auch schon im Vorfeld passiert.
00:29:34: und natürlich ist dieses Wissen relativ neu.
00:29:39: Da ist der Schritt ja nicht weit mehr auch in eine Reflexion zu kommen.
00:29:49: Welche Ängste gibt es in mir, vielleicht wenn ich schwanger werde und verdrängig diese Ängst oder stelle ich mich diesen Ängsten?
00:29:59: Und wer ich mich diesem ängsten stelle, desto eher kann ich eben auch etwas Unbewusstes aufklären und mich und das Kind eigentlich besser schützen.
00:30:12: Also wir kommen da wirklich in einen Bereich von möglicher Verantwortungsübernahme, was früher einfach nur den Schicksal zugeschrieben wurde und gesagt wurde, da kann keiner etwas machen oder Gott hat es ebenso gewollt.
00:30:26: Nein!
00:30:26: Wir können heute differenziert dahinschauen und uns besser schützen durch eine größere Empathie uns selbst gegenüber, unsere Geschichte gegenüber auch unserer Familiensystem gegenüber aber auch gesellschaftlich mehr auf uns zu achten.
00:30:54: wo entstehen überhaupt wirkliche Konflikte oder Problematiken?
00:30:59: und das sind in der Regel ja Felder wo oft eben auch unerkannte Traumatisierungen aufeinander knallen.
00:31:08: Und schlimmstenfalls eben in Kriegen.
00:31:11: Und aber keiner schaut so genau dahin, warum eigentlich?
00:31:17: Sondern dann wird ja nur politisch gesprochen und so weiter.
00:31:20: Aber die Menschheit hat eben jetzt einen mindestens zwölftausendjährigen Kulturprozess hinter sich und ist nach meiner Ansicht immer noch in einer postarmatschen Belastungsstörung insgesamt wegen der vielen Opfer dieser zwölftausend Jahre die furchtbar waren, also was anderen Menschen zugefügt haben.
00:31:50: Und gerade das Geburtsthema und das Schwangerschaftsthema ist eigentlich auch eine Chance zur allgemeinen Aufklärung in die weites Gute oder der Frieden in der Welt sich erst dann mehr ausdehnen kann oder sicherer werden kann je mehr wir unsere unbewussten Ängste bearbeiten lernen und bearbeiten können.
00:32:18: Ja, vielleicht gehen wir noch mal so einen Schritt nochmal eine Tage tiefer zur Orthogenese des Menschen und die individuelle Entwicklung des ungeborenen Kindes.
00:32:32: Es ist vielleicht auch nochmal ganz spannend was Sie jetzt beschrieben haben.
00:32:35: Klar ist ja jetzt das Bild.
00:32:37: Wir sind in der heutigen Zeit sehr sensibilisiert auf Toxine aller A, Giftstoffe aller A die das Kind erreichen.
00:32:45: Alkohol, Nikotin und anderes.
00:32:47: Das ist heute ja alles relativ safe.
00:32:50: aber nicht so safe ist genau das was sie gerade beschreiben.
00:32:53: Die emotionale Umwelt die nämlich das Kind genauso tiefgreifen beeinflusst.
00:32:58: Dann haben zwei der Pioniere der Prenatalpsychologie Francis Mott und Frank Lake Ja, dort schon sehr früh da geforscht und haben etwas beschrieben was sie diesen negativen Nabelschnur-Effekt nannten also eigentlich eine Art Schutzreaktion des ungeborenen Kindes.
00:33:16: Lassen wir uns noch mal dahin schauen.
00:33:18: Was passiert eigentlich genau mit dem ungeborenen Kind wenn da jetzt sowas passiert so uneingebettete verdrängte emotionale Dynamiken ein anhaltender Stress der nicht abgestellt wird das Kind quasi dauern um Fluten.
00:33:32: Hat das Kind überhaupt eine Chance, sich zu schützen und wenn ja wie macht es das?
00:33:38: Beziehungsweise welche Folgen passieren da jetzt eigentlich die dann fortwirken in der späteren Beziehungsempwicklung des Menschen.
00:33:47: Ja es gibt einen kleinen plazentaren Schutz des Kindes sich gegen übermäßige Belastungen oder übermäßiger Giftstoffe emotionaler Art, aber auch natürlich doxischer Art Drogen und so weiter Nikotin zu schützen.
00:34:10: Aber der ist nicht so groß.
00:34:15: Diese Schutzmöglichkeit ist nicht sehr groß.
00:34:19: Die beste Schutzmöglichkeit ist erstens doch die klare Objektbeziehung der Mutter.
00:34:26: Auch wenn es der Mutter schlecht geht, je mehr sie das kommunizieren kann mit dem Kind, umso mehr kann sich das Kind quasi schon einstuppen Wappen und schützen.
00:34:36: Und sonst bleibt nur die Flucht in einer Körperlosigkeit oder in einer Fantasie, also den Versuch sich eine eigene Welt zu schaffen.
00:34:48: Das hat oft etwas dann später mit dem Autismus-Spektrum zu tun Oder auch mit künstlerischen Leistungen Also eine Art Gegenweltbild zu müssen um einfach überleben zu können.
00:35:06: Der Salvador Dali, einer der brümmtesten Malerjahr des zwanzig Jahrhunderts war ja ein Ersatzkind.
00:35:12: Das Kind vor ihm war gestorben im Mutterleib und die Mutter war noch in der kompletten Trauer für das erste Kind und trug aber schon das zweite Kind in sich.
00:35:24: Und das hat der Salvador dali gemerkt und gespürt und hat nachher da raus eine paranoia kritische Methode entwickelt.
00:35:31: also was kann ich gegen die Paranoia tun?
00:35:35: und hat dann sozusagen gesagt, also wenn ich schon ein Nichts bin, also von der Mutter überhaupt nicht wahrgenommen bin.
00:35:45: Dann werde ich aber weltberühmt!
00:35:48: Das hatte er ja geschafft.
00:35:50: Also er hatte im Grunde des Traumers gar nicht gesehen werdens und gar nicht gespürt werdens durch die Mutter oder zu wenig gespürt werden als großen Liebesmangel wahrgenommen hat das aber kreativ gewendet, indem er eine eigene Fantasiewelt, großartige Fantasievelt entwickelt hat.
00:36:12: Die aber in ihren ästhetischen Formen und Formationen oft genau dieses schwabbelige und weiche und ungreifbare der Mutter auch symbolisiert und zeigt dass das Kind hat überhaupt keinen Halt oder kein Widerstand oder keine Form an die es sich orientieren kann, sondern ist eigentlich in einer Art Nebel.
00:36:39: Graum-Nebel und muss ich da zurechtfinden?
00:36:42: Und manche Kinder sterben auch in diesen Situationen natürlich.
00:36:49: Es gibt ja viele Frühgeburten, Todgeburt nach wie vor.
00:36:53: auch andere Kinder müssen oder wollen früh raus.
00:37:00: Das kommt dann zur Frühgeburt.
00:37:03: Du warst das, was man früher Schwangerschaftsvergiftung nannte heute Präglamsi.
00:37:12: Das ist ja eine Überforderung des mütterlichen Organismus durch die Schwangersschaft.
00:37:17: und aber auch das hat einen Grund in der Geschichte der Frau und auch des Vaters aus früheren Leiterfahrungen.
00:37:27: Und jetzt kommt der wichtige Punkt es geht nicht darum Blämen Sie Masas, also die Mütter zu beschuldigen.
00:37:37: Ihr habt irgendwas falsch gemacht deswegen ist das Kind gestorben oder deswegen ist es früh geboren worden sondern es ist ja eine synergetische ein synergetischer Versuch das Leben zu erhalten unter allen Umständen.
00:37:53: und dann ist die Frühgeburt ne Art Rettung Und wir können heute sehr frühe Kinder auch schon am Leben erhalten.
00:38:04: Aber auch solche Eltern stellen sich dieser Frage später ja schon noch, das belastet sie auch.
00:38:12: Und wie umfassender und einfühlsamer darüber gesprochen werden kann, kann auch die Erfahrung einer Todgeburt oder einer Frühgeburt besser verarbeitet werden und dass daraus folgende Kind durchaus völlig gesund und normal zur Welt kommen.
00:38:32: Das Kind kann sich eigentlich nur schützen durch die Identitätsanteile, die es schon erworben hat.
00:38:40: Durch die mehr oder weniger klare Objektbeziehungen durch die Eltern.
00:38:45: aber wenn sie auch fehlt gibt es eigentlich nur die Flucht nach innen.
00:38:51: Also im einen sich zusammenziehen, schichtsverkampfen, sich klein machen und irgendwie versuchen zu überleben.
00:39:03: Ja nun ist es ja so das was Sie da jetzt beschreiben nicht jedem die Talente und Möglichkeiten gegeben sind, wie Dali das in so eine komplexe Weise zu veräußern und den Ausdruck zu bringen.
00:39:18: Und ich stelle mir jetzt nochmal die Frage auch für die vielleicht Zuhörerinnen und Zuhöhrer – Wie begegnet man eigentlich als Psychotherapeut ein Mensch der vielleicht solche unintegrierten Schwangerschaftsverwerfung hat?
00:39:30: Also Menschen mit dieser Verlassenheit, mit dieser tiefen frühen Erfahrung von abgelehnt sein, dass kein wirkliches Grundvertrauen erlebt zu haben in seinem Beziehungsfeld.
00:39:43: Das sind ja jetzt ganz tiefe emotionale Erfahrungen und auch Wunden oftmals.
00:39:49: Würden Sie sagen da heute mit jahrzehntelanger Erfahrung in dem Feld?
00:39:53: Da kommt jemand rein und sie spüren sich sehen erleben in ihrer Gegenübertragung sehr schnell.
00:39:59: Ja hier habe ich es mit Brennatalen Einsamkeiten und Verlassenheiten schon zu tun, da bin ich mir ziemlich sicher wir werden uns mit diesem Thema sehr befassen.
00:40:07: Und wie Sie ja gerade schon sagten der frühe Nebel so ein bisschen Autismus ist in jedem würde man sagen.
00:40:14: also jetzt sind nicht immer alles die extremer aber wir haben alle diese Verwerfungen.
00:40:18: Also woran merke ich es?
00:40:20: Woran erkennen sie so jetzt?
00:40:22: da ist ein Faktor da müssen wir hinschauen.
00:40:27: Ja das sind Das sind in der Regel.
00:40:32: Also, ich habe ja mit vielen Patienten auf diesen Ebenen auch Gunsterreports gearbeitet und wo Tausende von wunderbaren Bildern entstanden sind wie ein Embryo.
00:40:46: Ein Fetus sich da fühlt unter den Bedingungen von Schwierigkeiten der Mutter wenn die Mutter eben in Schwierigkeiten war.
00:40:59: Und was eben auffällt ist vor allen Dingen die Verkapselung, die Einkapselung und die Verschließung.
00:41:10: Im Grunde die daraus resultierende Angst vor Beziehungen und Bindung überhaupt.
00:41:14: Es gibt dann Menschen, die entweder überhaupt noch gar keine Beziehung gelebt haben sich das auch nicht vorstellen können und andere, die immer wieder sich oder andere enttäuschen in ihren Beziehungserfahrungen.
00:41:29: Und das ist dann eine tatsächlich trauernde Abfolge von Reinszenierungen und abgewiesen werden oder sich die Falsche auszusuchen oder dramatische nur dramatische Liebesereignisse zu inszenieren mit Quellerei und viel Wut ohne dass genau verstanden wird, wo das herkommt.
00:41:58: Und bis hin zu Menschen die Abtreibungsversuche überlebt haben, die es dann ganz schwer haben überhaupt sich jemals wieder auf eine Beziehung einzulassen weil das ja auf ganz tiefen Ebenen am Yktala Stammhirn und so weiter gespeichert ist dass das super gefährlich ist wenn man jemand zu nah an sich ran lässt oder sich jemand öffnet Ich weige denn, sich fallen lässt in ein liebes Szenar oder ein Liebesreignis.
00:42:34: Also die... Ein großes Merkmal von Brennertal traumatisierten Menschen ist erstens eine Angst vor der Welt überhaupt und eine Angst für Beziehung.
00:42:48: Obwohl sie sich gewünschen.
00:42:50: Ja?
00:42:52: Und das ist ein schwerer innerer Kampf.
00:42:57: Was ist mit mir falsch?
00:42:58: oder warum verliebe ich mich nicht?
00:43:02: Oder verlieb' ich mich, aber es klappt nie und so weiter.
00:43:05: Aber wenn dann die brennartalen Traumatisierungen thematisiert werden können... ...und die tauchen oft tatsächlich erstmal nonverbal auf in den Bildern auf,... ...weil sie bewusst noch gar nicht verstanden worden sind und diese präverbaren Bereiche ja auch oft amnestisch verdeckt sind.... Aber wenn das dann Thema werden kann, dann gibt es erstaunliche Entwicklungsmöglichkeiten für die Betroffenen.
00:43:37: Weil auf einmal haben sie eine Erklärung und zwar nicht einer Erklärungen, die nach zwei Tagen wieder irgendwie verflogen ist sondern eine Erklarung, die sie ganz tief getroffen hat und wo Sie sagen Das ist es!
00:43:51: Das war's.
00:43:52: jetzt verstehe ich das.
00:43:54: Und dann kann man natürlich ganz anders auf zukünftige und neue Kontakte mit Menschen eingehen oder zugehen, weil man auf einmal in die Lage versetzt wird ich kann mir dieser Angst vor Nähe und Bindung und Beziehung.
00:44:11: Ich kann da vielleicht was machen, ich kann noch etwas lernen oder kann was nachlernen Und bin nicht irgendeinem Schicksal ausgesetzt das blind ist.
00:44:24: Sondern es hat eine Geschichte die große Chance im Psychotherapien, dass auf einmal Ereignisse ein Zusammenhang bekommen und ein Verständnis bekommen was im Familiensystem eben vielleicht Misslungen ist und nicht gut war.
00:44:43: Und sich dann aufs Leben auswirkt.
00:44:46: und dazu wird eben auch die Schwangerschaftserfahrung und die Geburt und die Säugenszeit usw.. Die weltweiten Studien zur frühen Bindung auch zur Prenatalbindung.
00:45:01: da haben wir wirklich erdrückend viel Material, zeigen ja sehr eindeutig dass schon schwierige oder komplizierte Brennertale Bindungen zwischen Mutter und Kind und Vater sich in der Regel durchschnittlich in ähnlicher Qualität fortsetzen nach der Geburt.
00:45:22: Und dann hat das Kind Schulschwierigkeiten oder ADHS oder Schwierigkeiten sich in die Welt zurechtzufinden oder ist sehr aggressiv, was auch immer passiert.
00:45:34: Oder später auch suchtanfällig.
00:45:37: und heute können wir sozusagen von den Traumerschichtungen der Patienten her das immer deutlicher verstehen wenn das Trauma im dritten- oder achtenlebensjahr nicht die einzigen Traumata sind sondern dass es noch ein Brennatales Trauma gegeben hat.
00:46:00: Spätere Traumen richten sich in ihrer Struktur oder Veränderung der Gehirnstruktur schon immer noch, schon danach was nach dem ersten oder durch das erste Trauma neurophysiologisch passiert ist.
00:46:16: Und psychotherapeutisch ist das bedeutsam weil wenn man das erste trauma nicht verstanden hat dann kann man das zweit- oder dritte auch nicht gut heilend auflösen in der Therapie, weil diese Komplexaktivierungen wo also sehr viel zusammenfließt an Gefühlen und Verstrickungen und inneren Bildern.
00:46:36: Und man bekommt keine Klarheit, was ist da eigentlich passiert?
00:46:39: Und worum geht es eigentlich?
00:46:43: Wenn man aber die Traumageschichte ab der Konzeption sozusagen rechnet plus natürlich noch transgenrationale Anteile, aber biografisch eben ab der Konstruktion rechnet dann kann eine Traumerschichtung heute auch klarer identifizieren werden und die Heilungserfolge sind einfach größer.
00:47:08: Das ist eigentlich eine großartige zivilisatorische Leistung, dass wir also transgenerationale Brennertale und Postnatale Belastungen des Menschen und Traumatisierung heute differenzieren können was früher so ein Nebel oder einen schwarzer Block Wesenstress nur gewesen ist, was man nicht differenzieren konnte.
00:47:39: Ja und ich glaube auch dass das die ganze Sache will ich auf die Füße stellt also da so grundständig auch hinzuschauen wie sie es sagen in so einer Art Teleskoparty ineinander verschränkt der Traumatisierung die aber eben diesen ganz frühen Anfang haben jetzt Vielleicht noch mal so ein Blick auf die therapeutische Vorgehensweise und auch die Transformation dieser Erfahrungen.
00:48:03: Das ist ja auch nochmal ein ganz entscheidender, Sie haben jetzt ja über ihre kunsttherapeutischen Zugänge berichtet.
00:48:09: Wir haben auch gesagt das es hier natürlich einen sehr präverpaler körperbezogenen Raum ist in der diese Beziehungsgestaltung passiert, in der die man können sagen traumatischen Erfahrungen oder Schwächungserfahrungen ja auch Verkörperungen hinterlassen Energierende Entwicklung, aber auch bis ins Gewebe hinein.
00:48:26: Und da stellt sich natürlich schon ein bisschen jetzt die Frage aus ihrer Erfahrung.
00:48:32: Der eine Teil ist ja das Einbinden dieser biografischen Erfahrungen im Sinne einer Bewusstwerdung, dass ich checke, okay bestimmte Muster und eine bestimmte Angst in der Nähe hat jetzt ganz, ganz frühe Bezüge zum Beispiel bestimmten emotionalen Erfahrungen meiner Mutter in dieser frühen Zeit.
00:48:51: Ja, da versteh' ich was Aber inwieweit brauchen wir eigentlich die Umgestaltung der Verkörperungserfahrung zusätzlich noch, um aus dieser Prägung herauszukommen?
00:49:06: Das ist ja reich.
00:49:07: Die Bewusstwertungen sind auch körperbasiert und orientiert.
00:49:12: Braucht es dann nochmal eine wirkliche neue Beziehungsdimension ein neues Tiefes unter die Haut gehen, eine wirklich verkörperte urvertrauliche Erfahrungen, um dann wieder sozusagen in ein anderes Fahrwasser zu kommen.
00:49:26: Weil das ist ja das Liechagförmige im Raum gerade bei diesen ganz präverbaren Themen.
00:49:31: Das würde mich immer interessieren wie Sie das so einschätzen und auch wie Sie es auch in Ihrer Arbeit erleben?
00:49:38: Ja, das ist jetzt natürlich sehr komplex.
00:49:40: da könnte man jetzt zwei Antworten... Es ist schon ganz gut, wenn man als Therapeuta ein relativ breites Instrumentarium zur Verfügung hat.
00:49:50: Also ich arbeite eben körperpsychotrapeutisch, kunstpsychotypäutisch und auch verbalpsychotherapeutisch.
00:49:57: Und das man da also sozusagen auf vielen Ebenen in der Wahrnehmung oder auch in der therapeutischen Arbeit vorgehen kann Dass sich diese drei Bereiche eben auch sehr gut ergänzen die stehen ja quasi nach dem alten Muster von Körpersegelung Geist und dass wir die verbinden können, zum Beispiel durch die Ebenen des inneren Kindes oder auch des Inneren Babys.
00:50:22: Und auch das Inneren Fötus und unseren Embryos.
00:50:27: Weil uns gibt es ja nur weil wir vom Zeitpunkt unserer Konzeption an ein durchgehendes lebendiges Wesen gewesen sind.
00:50:41: Da fehlt eigentlich nichts aber Traumatisierungen reißender Löcher in unserem Kontinuitätsgefühl und in unserem Körper gefühlen.
00:50:51: Dadurch entstehen ja dann Zerspitterungen, Dissozationen und auch unzusammenhängende Lebensentwürfe und Lebensgefühle.
00:51:01: Und also die Patientin ist ganz gut wenn man ein breites Instrumentarium hat und vielleicht zwischen Einzelarbeit und Gruppenarbeit teilweise auch wechseln kann, weil zum Beispiel eine körpertherapeutische Erfahrung ist oft in Gruppen unglaublich stark und kann korrigierende Wirkung haben.
00:51:25: Wenn es um ein Vertrauen geht, geht überhaupt körperliche Berührung und kann man auf einmal wahrnehmen, es gibt ja auch körperlichen Berührungen die sind überhaupt nicht übergriffig und die kann ich kontrollieren und ansagen und der andere richtet sich danach.
00:51:42: Und es ist eigentlich ein Spiel, oder ein Dialogisches, das aufeinander eingehen und kein Machtverhältnis.
00:51:51: Das kann man vorsichtig in kleinen Schritten in Gruppen sehr gut lernen also zum Beispiel wieder in die Berührung kommen, die durch einen Brennertal des Traumers vielleicht sozusagen so schockiert dieses Berührungsempfinden, so schokiert worden ist dass man Beziehungen und Körperkontakt vermieden hat dann im späteren Leben.
00:52:16: Also da ist die Körperarbeit natürlich sehr wichtig, wo es um Körpergefühl-, Körperschema-, Körperbild geht.
00:52:24: Und das Malen hatte eine sehr gute Ebene, Körperempfindung und Gefühle sozusagen zu visualisieren und dem Verstand näherzubringen also eine Brücke zu schlagen zwischen Wir stammen hier in Amygdala und Neocortex.
00:52:45: Die Bilder sind dazwischen, die Bilder sind der Bereich der Gefühle, das limische Systems.
00:52:52: Das ist alles friedlich und persönlich sozusagen auch wenn ihr in den Bildern die schrecklichsten Dinge dann auftauchen können.
00:53:00: aber es ist ja schon eine Art Distanzierung und Expression.
00:53:05: also man bringt etwas heraus aus sich Und kann es dann betrachten mit Abstand und Distanz.
00:53:13: Es wird auch von anderen gesehen, aber es wird gut damit umgegangen usw.
00:53:19: Die Verbalepsychotherapie kann das alles immer wieder ordnen, sortieren zusammenfassen und ermutigen diese vielfältigen Möglichkeiten die wir als Menschen durch unsere Kulturprozesse uns erworben haben dass wir die eigentlich auch therapeutisch alle nutzen können.
00:53:42: Und das war ja immer schon eine ganz wichtige psychohistorische Funktion der Kunst in früheren Gruppen und Gesellschaften, dass eben auch nicht nur die wunderbaren und schönen paradiesischen Gefühle des Lebens sondern eben auch die Angstmachenden und schwierigen Gefühlen wo man überhaupt keine Worte finden kann und wo man gar nicht weiß ob man sie überhaupt ausdrücken kann dann doch in Tanz und Musik und Malerei doch ausdrücken kann.
00:54:13: Und dadurch dann eine Brücke geschaffen wird auch zum Verständnis, und dann auch zu Handlungsüberprüfungen und neuen Handlungsmustern im Sinne einer dauernden kreativen das Leben eigentlich als dauernde kreative Entwicklungs Herausforderung aber auch Entwicklungsleistung die eigentlich auch Freude macht.
00:54:39: Gibt ja diesen schönen Satz, das Glück ist anstrengend aber die Depression ist langweilig also dass Menschen wieder in Bewegung kommen und sich wieder dem Leben stellen auch wenn die frühe Mutter vielleicht selbst ängstlich war oder depressiv war und dem Kind genau dieses Forschungsgefühl und dieses Entwicklungsgefühl zu wenig vermittelt hat.
00:55:09: Also, dass wir wieder in Berührung kommen können, wieder in Kommunikation kommen können wenn wir uns... Wenn wir lernen das auch in kleinen Schritten zu tun und mit anderen Menschen gemeinsam uns da auf dem Weg zu machen.
00:55:26: Ja Ich finde es sehr schön, wie Sie das beschreiben.
00:55:29: Diesen integrativen Aspekt die verschiedenen Schichtungen auch des Funktionierens des Menschen darin abzubilden und so geht's ja von der Tiefe des Funktions, den vegetativen Funktionen, den emotionalen und kognitiven Dimensionen.
00:55:44: Dies braucht wahrscheinlich eben alles um da genau einer Durchdringung dieser Erfahrungen zu machen und wieder in die Selbstsicherheit zu kommen.
00:55:53: Das finde ich sehr nachvollziehbar, was Sie da schreiben.
00:55:57: Ja wir sind schon fast am Ende unserer Zeit.
00:56:00: Ich will mal zu meinem allerletzten Punkt mal kommen weil ihr das, was wir gerade beschreiben und diskutieren es ist ja wirklich eine Beschäftigung mit den Wurzeln des Lebendigseins unter unseres Menschsteins und in der Auseinandersetzung prallen doch auch extreme diametral gegenüberstehende Positionen aufeinander.
00:56:23: Also das ist ja auch eine philosophische Debatte, wo wir dann irgendwo ankommen.
00:56:28: Auf der einen Seite eine Gruppe, wenn wir jetzt heute die Reproduktionsmedizin sehen da einer Machbarkeit.
00:56:34: Da werden Eizelle und Samen zusammengebracht und die Update geht denn alles weiter los?
00:56:40: Und da ist im Prinzip alles enthalten Aber es ist ein zutiefst materialistischer Ansatz, der auf eine biologische Grundsubstanze reduziert wird.
00:56:52: Und dann haben wir auf der anderen Seite und ja gerade auch durchaus in der pränatalen Psychologie auch andere Perspektiven wo man sagt naja da gibt's vielleicht etwas... wo eine Art spiritueller Dimension reinkommt, wo etwas Wesenartiges Seelenhaftes jetzt so einer Verlebendigung von Materie führt.
00:57:16: Die zwar in der Empfängende stattfindet aber wenn man so will ja da kommt was aus dem Jenseits und sucht sich so eine Art Landeplatz im Hier-und-Jetzt also die Masitimaterie am Anfang.
00:57:28: Und das sind hier zwei sehr sehr unterschiedliche Perspektiven.
00:57:32: Da könnten wir jetzt in die Philosophie Geschichte eintauchen.
00:57:37: Sie haben sich jetzt so viele Jahrzehnte damit beschäftigt.
00:57:40: Wo landet man am Ende?
00:57:41: Wo landen sie, wo sind sie?
00:57:43: Wo werden sich einordnen in diesem Stadion?
00:57:46: Ich lande da eigentlich mit dem Begriff des ontologischen Bewusstseins in einen Integrationsversuch.
00:57:56: Ich glaube dass viele Aufspeitungen der Wissenschaftsgeschichte eben Trauma folgen.
00:58:01: sind also das ein fundamental ausschließlich vertretener Materialismus auch von Menschen vertreteen wir die Grund dazu haben, die Welt auch nur so sehen zu können.
00:58:15: Und ein Übersteiger da auf der anderen Seite ein übersteigender Spielterlismus oder religiöser Fundamentalismus ist ja auch nicht gesund und gut.
00:58:25: Ich denke es alles viel einfacher und zwar in dem Sinne das was dann wirklich unbestreitbar ist ungefähr hundertzehn Milliarden Menschen auf der Erde gelebt, seit Hunderttausend Jahren.
00:58:41: Und alle Menschen hatten einen Vater und eine Mutter.
00:58:48: Und immer gab es also im Grunde schon diese brennertale Zeit und die Weitergabe von Informationen von einer Generation zur nächsten.
00:59:01: Und was man früher Seelenwanderung nannte ist da kann man heute Materialistisch und spirituell ausdrücken.
00:59:12: es meint aber eigentlich das gleiche, dass eigentlich Erfahrungen weitergegeben werden.
00:59:17: Und das neue Kind nicht von irgendeinen Sternen sich da die Eltern aussucht sondern Das ist eigentlich eine Könnte man sagen eine Materialisierung eines Liebesempfindens von zwei Personen Wo aus dem Pool der Familiengeschichte dieser beiden Menschen sich in einem bestimmten Augenblick dieser neue Mensch zusammensetzt.
00:59:50: In gewisser Weise ist das fast zu groß, dass wir das denken können oder verstehen können was da passiert.
00:59:56: also es ist eigentlich fast zu wunderbar oder vielleicht auch zu angstmachend.
01:00:04: Trotzdem gibt's da auch Bilder zu einer Kunstgeschichte und Kulturgeschichte Auch zwischen Paradies und Hölle Aber dass es eigentlich ein wunderbarer Gedanke ist, das jede Generation den Versuch gemacht hat.
01:00:19: Wie ist Liebe oder Beziehung überhaupt möglich?
01:00:23: Und können wir nicht immer mehr dazu lernen in Bindung und Beziehungen?
01:00:29: Das erfahren wir ja in der Therapie die der größte Schmerz bei den Menschen ist.
01:00:34: eigentlich die Frage Kann ich lieben und werde ich geliebt?
01:00:39: also diese beiden Fragen und die dritte vielleicht noch gibt es irgendwo eine Heimat.
01:00:46: Und wenn wir das sozusagen biopsychosozial heute immer mehr verstehen können, dann fällt der Materialismus und der Spiritualismus gar nicht soweit auseinander sondern trifft sich eigentlich in der Realität auf dieser Erde.
01:01:04: und dass die Menschheit sozusagen im Entwicklungsprozess ist doch zu einem immer größeren Bewusstsein zu kommen, dass sie eine Wurzel hat in diesen drei Tausend Fünfhundert Menschen den Ostafrika von denen alle Menschen abstammen.
01:01:24: Und das von da aus gesehen die Menschheit eine Kultur entwickelt hat, die wunderbare Dinge erzeugt hat und wo die Welt ja schon teilweise ein Paradies auch sein kann oder sein könnte Und auf der anderen Seite aber unter einer Aggression, Destruktion und Grausamkeit leidet die wir heute eben auch als Trauma generiert identifizieren können.
01:01:52: Also dass die mensche Destruksion keine antropologische Konstante ist sondern eigentlich ein Trauma generate.
01:02:00: Aber wir haben diesen Trauma-Bergriff eigentlich erst wissenschaftlich seit hundert Jahren definiert kommen jetzt erst mehr in die Lage, dass das Gut und Böse des Menschen nicht schicksalsmäßig oder gottgewollt ist.
01:02:19: Sondern dass das gut und böse eigentlich eine Frage der frühen Beziehung ist.
01:02:25: Und daran können wir was ändern und dann können wir alle arbeiten.
01:02:31: Und eben unser eigenes inneres Baby auch mehr und mehr verstehen lernen.
01:02:40: Gut gebundene Kinder machen keine Kriege.
01:02:45: Die brauchen die gar nicht!
01:02:48: Ja, das ist doch ein super Schlusswahl von unserem Gespräch heute.
01:02:53: Gut gebunde Kinder brauchen keine Kinderkriege.
01:02:58: Darum geht es ja in diesem ganzen Thema was wir auch besprechen eigentlich um Befriedungsperspektiven und wirklich da zu schauen Wo müssen wir anfangen und um letztlich Nachhaltigkeit auch in diese Anlagen menschlicher Zusammenlebens zu schaffen, die das immer möglichen.
01:03:16: Ich glaube friedliches Zusammenleben zwischen Menschen und Natur und einen wirklichen Platz weiterhin auf der Erde zugesteuern.
01:03:27: Das gefällt mir sehr.
01:03:29: dieses gegenwärtige Modell, dieses Ankommen im Gegenwartsmoment Diese ganz komplexen Themen ist letztlich dann doch relativ einfach.
01:03:39: Da könnte man auch sagen, es gibt eine einfache Dimension in dieser ganzen Kompliktion.
01:03:43: Genau!
01:03:45: Das hätte wir ein Teil des Friedens.
01:03:50: Auch einfach gehen.
01:03:51: Ja Herr Ewalds das war super.
01:03:53: Vielen Dank für das Gespräch.
01:03:55: Es hat mir wirklich viel Freude gemacht ihn zuzuhören und diese ganzen sehr differenzierten komplexe Aber auch nachdenklich machenden Gedanken von Ihnen zu hören, das war eigentlich zu kurz.
01:04:06: Wir hätten weitermachen können.
01:04:07: Ich hatte das Gefühl ich hätte noch viele Fragen sehen und würde da weitergehen.
01:04:12: Vielleicht haben wir mal Gelegenheit auf dem Kongress zusammen da irgendwie das mal weiterzuführen.
01:04:17: Also eine Freude und wünsche Ihnen alles Gute für Ihre weitere Arbeit.
01:04:22: Das glaube ich nämlich sehr wichtig ist was Sie machen.
01:04:26: Und
01:04:27: bringen sie das in die Welt?
01:04:28: Das ist super!
01:04:30: Danke.
01:04:31: Ihnen auch gute Arbeit, wir
01:04:34: bleiben dran!
01:04:35: Ja und das vielleicht nochmals im Abschluss es gibt ein sehr schönes Buch gerade von Klaus Ewarts zum genau zu diesem wunderbaren Themenfeld.
01:04:44: Das heißt, Psychologie der pränatalen Entwicklung ist jetzt gerade im Psychosozialverlag erschienen kann dort oder in allen Buchhandlungen erworben werden lesenswert ganz viel Wissen und ganz viele Forschung auch zusammengetragen.
01:04:58: also jemanden der auch gute Argumente braucht das zu vertreten und sich da auch zu wappen wenn man da wirklich so eine Schatzkiste von ganz ganz vielen Recherche auch, würde ich sagen und ganz viel Erfahrung, was da auch spürbar ist in diesem Buch.
01:05:12: Also auch da nochmal große Empfehlung!
01:05:16: In diesem Sinne sage ich mal danke an alle die an den Geräten sind und ich freue mich euch bald wiederzusehen.
01:05:21: Bis dahin und noch einmal Danke Herrn Ewertz und bis bald!
01:05:25: Vielen Dank.
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